Zwei Gläser Wein…

iStock_Roséwein

Die gönne ich mir heute. Denn es geht doch! In der letzten Woche habe ich wieder zwei Kilo abgenommen. Das zelebriere ich nun mit einem frisch-fruchtigen Rosé – für jedes Kilo ein Glaserl. Zehn ProPoints als Belohnung.

Okay, ich gebe zu, dass ich alles getan habe, um am heutigen Wiegetag möglichst leer und leicht zu sein. Es wird zur Manie: Am Arbeitsplatz drei Mal die Treppe genommen (89 Stufen), morgens 200 Gramm 0,1%-Joghurt mit einem Apfel, einer Banane und ’ner Tasse Tee mit Honig. Mittags nur eine WW-Instantsuppe, die schon seit einem Jahr abgelaufen in meiner Schreibtischschublade wohnte, aber durchaus noch genießbar war. Was nicht heißt, dass sie auch geschmeckt hat. Nachmittags ein Stück Rüblitorte von meiner Lieblingskollegin. Macht insgesamt 15 ProPoints. Zwischen Arbeit und Wiegen nach Hause gefahren, gefastet und für eine halbe Stunde auf den Ruderporsche. Dann noch – ähm – alles raus, was geht und ab geht’s zum Wiegen, natürlich ohne Hemd unterm Pullover. Aber wie dem auch sei. Ich bin zufrieden.

Im Treffen ging’s dann darum, wie WW mit dem Familienleben vereinbar ist. Eine Teilnehmerin klagte, dass ihr überdünner Freund sich abends mit Toffifees vollstopft und sie, ihre Karotte mümmelnd, daneben sitzen muss. Auf die Frage der Moderatorin, wie man dieses Problem in den Griff bekommen könnte, murmelte eine andere Teilnehmerin: „Ihn ablenken“. Die Faschingsstimmung erlangte in dieser Minute ihren Höhepunkt, da die Chefin „Ihn ablecken“ verstand und sichtlich verstört wirkte.

Ich habe weder jemanden zum Ablecken noch zum Vereinbaren. Ich koche ganz allein für mich selbst. Basta. Und heute bin ich mal wieder besonders stolz: Hähncheninnenfilets mit einem selbt kreierten Relish aus Tomaten, Chili, Zwiebeln, frischer Minze, Balsamicoessig, Olivenöl, Honig und Gewürzen. Da ich etwas fror, schüttete ich das Relish in die Pfanne, in der das Huhn bereits lecker wurde, so dass nun auch das Relish lecker wurde. Und was soll ich sagen ohne rot zu werden? Das Essen wurde lecker. Für 13 ProPoints incl. 400 Gramm (!) Hühnerfleisch. Dafür entsorgte ich vorher noch einen Rest Rinderhack von 200 Gramm, da dieser allein 11 ProPoints gehabt hätte. Und morgen wäre es eh nicht mehr genießbar. Adieu, Bulle.

Jetzt muss ich nur noch diese wöchentliche Abnahme durchziehen, dann erreiche ich zu meinem Geburtstag das Wunschgewicht. Nicht? Na gut, dann eben nicht. Prost! Prost!

Rauf und runter, auf und nieder…

aufNieder

Nein nein nein! Ich habe noch nicht meine Sport-Blockade lösen können. Naja, mein Ruderporsche ist immerhin noch täglich für lächerliche fünfzehn Minuten gefordert. Nein, was die Überschrift besingt, ist nicht etwa die Dynamik meiner täglichen Situps und Kniebeugen sondern die Fieberkurve meines Gewichtes.

Denn letzten Dienstag war es endlich so weit: Mein erster herber Rückschlag. Alle saßen lächelnd im Kreis und nahmen rot vor Stolz ihre Auszeichnungen entgegen. Ich hingegen saß still und ungesprächig da und lauschte dem Vortrag – ausgerechnet über vegetarische Ernährung – nur mit halbem Hirn. Die andere Hälfte bearbeitete die Vergangenheit. 800 Gramm Zunahme! Wie konnte das nur passieren? Ich zergrübelte jeden einzelnen Tag der letzten Woche. Wo lag der Fehler? Bei der Whiskymesse (s. auch Bericht in meinem anderen Blog)? Nein, alles in allem hatte ich unter Zuhilfenahme des Wochenextras trotzdem diesen Tag gemeistert, ganz im Gegenteil: Am nächsten Morgen zeigte die Waage sogar ein Traumergebnis. Nein, ich fand die Sünde nicht, die zu diesem Debakel geführt hat.

Demotivation? Schuldgefühle? Aufgeben? Erstaunlich, was ein paar Gramm ausrichten können, wenn man gerade mitten in der Erleuchtungsphase von der Realität eingeholt wird. Aber nein, statt dessen krallte ich mir die Beraterin und quetschte ihr Wissen aus ihr heraus. Aha! Zu wenig gegessen. Sieh mal an. Ich habe mein Punktebudget nicht aufgebraucht. Dadurch habe mein Körper auf Hunger, Entzug und Katastrophe umgeschaltet und nutze nun die wenige zugeführte Energie viel effizienter. Also: Budget einhalten. Schön. Abends zwei Schokoriegel und’n schönes kühles Bierchen. „FREEZE!“ schien mir das Gesicht der Beraterin zuzubrüllen, so dass ich fast meine Hände zur Ergebung hoch nahm. So natürlich nicht. Statt dessen soll ich Fruchtsäfte schlabbern, statt fettreduzierten Produkten lieber die „guten“ benutzen, Nüsse kauen, feines Olivenöl verwenden, mein Knäckebrot leicht buttern und meinen Tee mit Honig süßen. Also doch kein lukullisches Upgrade. Aber auch schön. Dann schmeckt’s wenigstens besser.

Am nächsten Tag zeigte die Waage wieder 1,2 kg weniger. Ich hatte wohl doch nur das Mittagessen mitgewogen. Naja, schaden kann’s nicht. Ich habe gemerkt, dass es auch rückwärts gehen kann und damit meinem inneren Schweinehund das Fell versohlt.

Und alle Welt wartet nun auf den nächsten Dienstag. Dann werde ich mir mittags nur ein Minzblättchen einverleiben, zum Friseur gehen und keine Socken und Unterwäsche tragen. Dann klappt’s auch mit dem Wunschgewicht.

Ein Stern, der meinen Namen trägt

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Wollt Ihr wissen, was sich gerade in meinem inneren Ohr abspielt? Dann klickt doch mal hier.

Ich bin in fanfaresker Stimmung, denn ich erhielt beim heutigen WW-Treffen meinen ersten Stern! Die übliche Frage vor der Gruppe an mich: „Wie war Ihre letzte Woche?“ Ich antwortete: „Super, ich aß am Samstagabend eine Schweinshaxe mit Kartoffelsalat, ein Stück Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne und trank dazu zwei Bier.“ Das entsprach der Wahrheit, aber warum schauen mich alle so seltsam an? Hab‘ ich was Falsches gesagt? Ja gut, etwas Kokettiererei gehört doch dazu. Also schnell nachgeschoben, dass mein Geheimrezept mein neuer Dampfgarer (ich berichtete) sei. Sie: „Und was haben Sie letzte Woche erreicht?“ Ich: „Zwei Kilo und insgesamt nun 3,6“. Und dann brach der Applaus los und ich nahm voller Demut und Ehrfurcht mein güldenes Papiersternchen entgegen. Seit heute weiß ich wie sich das anfühlt, auch wenn ich als Musiker schon viele klappernde Hände erlebt habe. Aber ein Rudel Frauen mit zwei verirrten Männern dazwischen, die mir lächelnd zeigen, was ich doch Megatolles für Körper, Gesundheit und Wohlbefinden erreicht habe … das macht schon Spaß.

Zwei Kilo pro Woche sind viel, eigentlich zu viel. Trotzdem werde ich in einer Woche bestimmt enttäuscht sein, wenn ich das nicht wieder erreiche. Ich habe mir selber die Latte direkt vor den Zinken gehängt. Hätt‘ ich doch bloß am Samstag noch zwei Obstler getrunken.

P.S.: Kennt Ihr Julie & Julia: 365 Tage, 524 Rezepte und 1 winzige Küche? Julie Powell hatte nach kürzester Zeit eine Riesenfangemeinde. Ich nicht. Ihr dürft also gerne kommentieren, retweeten, faven, liken, sharen, Emails schreiben oder mir Postkarten, Briefe und gerne auch Sach- und Geldgeschenke schicken. 😉

Heißer Tipp Nr. 2:

+++ Müll aufbewahren +++

Wenn man den Hausmüll nicht jeden Tag entsorgt und die Fahrten zum Wertstoffhof (Wir sind Bayern!) herauszögert, erreicht man irgendwann eine Trainingseinheit, für die man je nach Stockwerk 1-4 Punkte gutgeschrieben bekommt.

Und wenn die Nase von der Wäscheklammer wund ist, hilft der Rest aus der Penatendose (Restmülltüte, ganz unten links)

Surf’n’Turf mit Gagack

Eigentlich hatte ich nicht vor, jedes einzelne Rezept hier im Blog zu veröffentlichen. Aber das, was ich mir gerade einverleibte, bedarf einer weitreichenden Kommunikation.

Ich füllte meinen Dampfgarer mit Wasser und bestückte ihn wie folgt:

Unteres Fach: 250 gr. Hähnchenbrustfilet
Mittleres Fach: 225 Garnelen (Bio-Garnelen von ALDI Süd)
Oberes Fach: 4 klein geschnittene Tomaten, 1 Stange Lauch in Ringe geschnitten
Aromaverstärker: frischer Basilikum, klein gehackt

Nach 30 Minuten piepte der wohlriechende Apparat, um mir mitzuteilen, dass alles fertig sei.

Das Fleisch warmgestellt, den Rest mit 2 TL Olivenöl in eine Pfanne.

Parallel dazu einen halben Beutel WeightWatchers Crème-Fraîche-Sauce zubereitet und dann mit in die Pfanne gegeben. Mit 1 EL scharfem Tomatenmark (Rio d’Oro) und 1 EL Ketchup (Heinz) verfeinert und mit BlockHouse „Grünem Knoblauch-Pfeffer“ und Fleur de Sel gewürzt.

Den Pfanneninhalt auf einen Teller gegeben und die Hähnchenfilets oben drauf drapiert. Mit etwas Schuhbeck’s Scampigewürz garniert.

Leider gibt es kein Foto, da ich sofort losfraß. Bilanz: 18 Punkte. Da konnte ich mir noch ein Gläschen Rosé dazu einschenken. Welch schöner Abend. Ready for Tatort!

Volldampf voraus!

Meine neue Errungenschaft ist heute eingetroffen. Ein formschöner Dampfgarer ziert nun meine überfüllte Küchenarbeitsfläche. Ein erster Test bestätigte die Richtigkeit dieser Kaufentscheidung. Ich würde heute schon eher die Kaffeemaschine opfern als das Dingens hier wieder abzugeben.

– Ausgepackt, vorgereinigt, aufgestellt und angeschlossen.
– 2 gelbe Paprika zerlegt
– 3 Kartoffeln gewürfelt
– 2 aufgetaute Lachsfilets abgetupft
– Lachs unten, Kartoffeln mitte, Paprika oben
– Auf 25 Minuten eingestellt
– Alles auf einen Teller gehäuft
– 1/2 Beutel WW-Sauce Hollandaise dazu

Wat lecker! Kein Fett, kein Salz, nur durch Herbes de Provence aromatisierter Dampf. Denn das Gerät hat einen Einsatz für Kräuter, durch den der Dampf gepresst wird. Und das riecht und schmeckt man.

Ich gebe hiermit völlig unwerblich eine Kaufentscheidung für alle WW-Jünger ab.

Hier noch die Foto-Love-Story:

Vorher
Alles ist bereit – es kann losgehen

Während
Volldampf voraus!

Fertig
Genuss ohne Fett und Salz. Ngudn!

Tag der Abrechnung

Aufgeregt stand ich am Dienstag vor der unerbittlichen WW-Waage. Einen Tag vorher zur selben Zeit hatte ich mich zu Hause gewogen und freute mich nun auf 2,2 kg Abnahme. Stolz grinsend erklomm ich das Präzisionsinstrument. Doch o Weh, Ach und Pein: Das Teufelsding bescherte mir lediglich ein Minus von 1,3 kg. Jetzt weiß ich, warum man sich zwischen den Treffen nicht wiegen soll. Ich dachte nach: Ich hatte mir mittags ein halbes rösches Hähnchen gegönnt und anstatt Pommes ein paar Kartoffeln und einen Riesenberg Erbsen gewählt. Übrigens auch so ein typischer Anfängerbockmist. Meine Gedanken: Erbsen – grün – Gemüse – 0 Punkte. Die Realität: Erbsen – grün – Gemüse – Punkte. Aber nicht viel. Ging also. Alles lag brav im Budget. Aber der Goggl war noch in mir. Und wog, was er eben so wiegt. War das der Grund für das geringe Minus auf der Waage? Vielleicht. Nächste Woche lasse ich mich überraschen.

Aber nun mal klar heraus:
1,3 kg in einer Woche sind doch nun wirklich auch etwas, oder???

Für die Buchführer: Gewicht 110,6 kg – Budget: 50 ProPoints

Zu Gast bei Freunden

Tisch

Ich war eingeladen. Zum Essen. Normalerweise der Horror eines jeden WW-Jüngers. Ogottogott, wie halte ich da nur mein Punktebudget ein. Aber in diesem Fall war alles anders. Eingeladen hatte mich eine Kollegin, durch deren eigene WW-Erfolge angespornt ich mir den letzten Tritt Richtung Punktezählen in den Allerwertesten stampfte. Das müsst Ihr mir rein anatomisch erstmal nachmachen. Jedenfalls bekam Sie deshalb ein Buch von WW – fürs Freundewerben.

Gute Menschen erkennt man daran, dass sie Ihre Dankbarkeit zeigen. Glückliche Menschen erkennt man daran, dass sie von der Dankbarkeit der Guten betroffen sind. Ich war so einer. Und so konnte der Abend beginnen. Ein festliches Dreigängemenu nach Rezepten aus besagtem Buche wartete auf seine Verspeisung. So saß ich dann im Kreise dieser glücklichen kleinen Familie (naja, der kleine vierjährige Surferboy ließ sich nur kurz aufgrund seiner kindgerechten Bauchschmerzen bei den Großen blicken und genoss ansonsten den Schlaf der Gerechten) am wunderschön gedeckten Tisch und konnte den Aufwand kaum fassen. Schön, wenn erfolgreiche WW-Absolventinnen gerne kochen. Ich zollte dem Gatten meinen Respekt, dass er täglich in dieser glücklichen Lage ist. Und es ging los:

Aperitiv:
Prosecco, 250 ml – 3 Punkte

Vorspeise:
Proseccosuppe mit Räucherlachs – 4 Punkte
Suppe

Hauptspeise:
Schweinemedaillons mit Rahmsauce und Kräuterseitlingen,
dazu Kartoffeln und ein frischer Salat – 8 Punkte
Fleisch

Dessert:
Chocolate Brownies de Luxe (mit Birnen!) – 3 Punkte
So lecker, dass keine Zeit für ein Foto blieb.

Wein:
Dornfelder Spätburgunder, 250 ml – 5 Punkte

Und zum Abschluss George Clooney’s Ristretto – 0 Punkte

Das klingt nicht nur gut, das war es auch. Ein solches Rundum-Glücklich-Paket für nur 23 Punkte. Unfassbar. Unfassbar lecker. Was? Ja naja, zugegeben, aufgrund meiner gierigen Nachschlagswünsche wurden es dann doch noch 34. Aber bei meinem Budget darf ich das ja. Noch.

Tausend Dank und ein kräftiges Hoch auf die Gastgeberin !!!

Schön, dass wir gesprochen haben

Mit erheblicher Verspätung möchte ich nun vom Schicksalsdienstag, meinem ersten WW-Treffen, berichten. Gerade mal drei Tage nach dem Schnuppertag betrat ich wieder das Zentrum des Wenigerwerdens. Alles sah aus wie am Sonnabend. Nur mehr Stühle und kein Naschereienbuffet. Und was mich erheblich überraschte: Der Raum war voller Leute. Im Halbkreis um die „Coachingzone“ waren mehrere Sitzreihen aufgebaut. Ich hatte eigentlich vor, mich an meinem ersten Tag in die letzte Reihe zu verkrümeln und mich unsichtbar zu machen. Aber das wollten andere auch, und da ich spät dran war, saß ich da, wo ich mich in einem guten Konzert pudelwohl gefühlt hätte: Parkett, zweite Reihe Mitte.

Aber bevor ich mich auf meinen Vorzugsplatz lümmeln konnte, kam als erstes der Moment der Wahrheit. Die Waage, die unerbittliche. Für mich nicht weiter beunruhigend. Nach drei Tagen kann ja nicht so viel passiert sein. Und? Und? Was ist denn nun? 800 Gramm! Immerhin.

Dann begann das Treffen, und ich muss sagen, dass ich mir das alles ganz anders vorgestellt hatte. Ich hatte erwartet, dass ein paar dicke, verschämte Leute im Kreis sitzen und einen auf Selbsthilfegruppe machen. „Ich finde es echt knorke, dass wir darüber mal so richtig cool gesprochen haben.“ Weit gefehlt: Die Coachin hat ihre Bezeichnung absolut verdient. Ich habe in meinem Beruf schon sehr viele Redner, Trainer und Referenten erlebt oder erleben müssen. Was sie hier jedoch abzog, war uneinholbar. Wie ein Fußballtrainer seine Mannschaft vorm Spiel einschwört, so sprang der Funke von ihr auf die Zuhörer über. Und diese machten mit. Während die Motivatorin erklärt, stellt sie im Sekundentakt Fragen. Kein trockener Vortrag, sondern der perfekt gelebte Dialog. Und plötzlich hörte ich überrascht, wie ich selbst in den Kanon mit einstimmte, Fragen stellte, von meinen ersten Erlebnissen berichtete.

Anfangs ging es um die guten Vorsätze des neuen Jahres, die Umfragen zufolge zu siebzig Prozent nicht umgesetzt werden, und damit verbunden um das „magische Dreieck“ aus Wollen, Wissen und Tun. Danach wurden Ziele definiert. Individuelle Ziele. Dabei ging es auch um die kleinen Belohnungen für erreichte Zwischenziele: ein Papierstern zum Einkleben ins Tagebuch für drei Kilogramm Abnahme, ein Maßband für eine Gesamtabnahme von fünf Prozent des Startgewichtes und so weiter. Darüber musste ich schmunzeln. Doch ich sollte mich noch wundern. Denn dann kam die Frage „Sind Sie mit Ihrer letzten Woche zufrieden oder sogar stolz darauf?“ Durch kleine lächelnde Impulse angeregt, plauderten die Teilnehmer über ihre Erfolge. Niemand muss über Misserfolge sprechen, nur wenn er es will. Und die Teilnehmer konnten Erfolge vorweisen. Und sie wurden belohnt. Mit Papiersternen, Maßbändern und – na Ihr wisst schon – mit all diesen kleinen Schmunzelobjekten. Ich dachte nicht, dass man sich über einen Papierstern derart freuen kann. Aber ich wurde neidisch. Ein guter Neid. Ich wurde motiviert. Und genau das ist der Sinn der Treffen. Während die Erfolgreichen ihren tosenden Applaus genossen, sah ich mich schon an ihrer Stelle. Das schaff‘ ich auch!

Natürlich kann und will ich nicht verheimlichen, dass WW auch zeigt, dass ein profitgetriebenes Unternehmen dahinter steht. Der kleine Hinweis auf die spezielle WW-Küchenwaage, die gerade im Angebot ist, die Zuhilfenahme von Büchern, die man natürlich auch kaufen kann. Dezente Hinweise auf Produkte aus dem Lebensmittelsortiment von WW. Aber ich hätte mich auch gewundert, wenn dem nicht so gewesen wäre. Zur Ehrenrettung sei zudem angemerkt, dass das sehr gemäßigt vonstatten ging. Obwohl ich natürlich wieder zugriff. An den Chocolate Peanut Dream-Riegeln kann ich nicht vorbei.

Tja, und dann war der Spuk auch schon wieder vorbei. Ich unterhielt mich noch kurz mit einem anderen Mitglied der in diesem Biotop extrem seltenen Spezies Mann. Er war seit zwei Wochen dabei und hatte heute seinen ersten Stern bekommen. Drei Kilo in zwei Wochen. Ich verabschiedete mich, stieg in mein Auto, fuhr nach Hause, erklomm mein Rudergerät, leistete dreihundert Schläge, kochte gesund, aß wenig und schlief nüchtern und schnell ein. Dienstag geht’s weiter. Ich will den Applaus. Ich will einen kleinen gelben sternförmigen Papierschnipsel. Ich will Erfolg. Amen!

Übrigens: Meine Waage zeigte heute 108,3 kg. Nackich. Zzgl. Kleidung tippe ich für Dienstag auf 110. Und ich bin verdammt satt. Ich bin übrigens für jedes Feedback dankbar, sei es hier im Blog oder auf Twitter (@Garlaban). Feuert mich ruhig an, fragt mich aus. Damit ich weiß, dass ich nicht alleine bin.