Running Star

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Jaja, ich weiß. Da wird mein Blog beim Treffen erwähnt und gerade dann hinke ich hinterher. Kaum lugt der Osterhase aus seinem Bau hervor, wird’s hektisch. Wo hab ich noch gleich die Eier versteckt? Hmmm…

Mit dem Dienstag war ich einverstanden. Wenn ich schon aufgrund dieses Selbstversuches keine 3-Sterne-Restaurants mehr von innen sehen darf (das „Aqua“ in Wolfsburg und das „La Vie“ in Osnabrück sind wirklich eine Reise wert), dann mach ich mir eben meinen eigenen 3-Sterne-Abend: 1,7 Kilo Abnahme führen zum vorösterlichen Zwischenstand von 102,3 kg brutto. Netto bin ich immer noch ein Uhu. Nur meinen Gürtel hätte ich zu Hause lassen sollen, die Gesamtabnahme lag nun bei 9,9 kg. Ihr lächerlichen, renitenten 100 Gramm. Wenn ich Euch erwische, wenn ihr euch wieder mal frech unter meiner faulen Haut versteckt, dann setzt es was mit dem Laufschuh!

Meinen dritten Stern widme ich Herbert Steffny. „Hä?“ steht jetzt in viele Lesergesichter geschrieben. „Wer issn das?“ Herbert Steffny ist ein Läufer. Und was für einer. Rekorde über Rekorde und bevorzugt Marathon. Er hat Joschka Fischer dünn und marathonreif gemacht und ein Buch geschrieben, das „die Bibel der Läufer“ genannt wird. Nun sind seine Trainingspläne meine Reiseunterlagen auf meinem Trip in enorme Herzfrequenzhöhen. Die Pulsuhr mit GPS piept zwar bei jedem Training wie blöde um mich darauf hinzuweisen, dass ich gleich sterben werde, aber drei Mal die Woche eine halbe Stunde (gute drei Kilometer) sollte schon auszuhalten sein. Ich Dösbaddel hab mich ja sogar beim Kemptener Brooks 5000 am 22.04. angemeldet. Na, ich werde mich irgendwo hinter den Rollator-Omas einreihen und gemütlich spazierenjoggen. Dabei sein ist ja bekanntlich vieles. Also lieber Herr Steffny, Sie sind schuld, dass ich gesünder werde. Das ist erhört, verschämt, möglich und verfroren. Darum danke ich Ihnen.

So, und nun, liebe Freunde, verabschiede ich mich in ein paar computerfreie Tage. Ich habe mit dem Osterhasen abgestimmt, dass ich ihn in seinem Wald besuche, um ein Interview mit ihm zu führen. Ich freue mich darauf, denn er hat bestimmt noch ein bis vier Sattmacher-Eier für mich. Und wenn nicht, gibt’s was hinter die Löffel. Buenos Aires allerseits.

Und hier noch der Link zur Website von Herbert Steffny. Dalli klick!

Aufruf zum Kampfe gegen die rote Revolution!

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So. Jetzt wird’s eklig. Zart Besaitete mögen jetzt bitte diesen Artikel verlassen…

Alle weg?

Haaaallooooooo…

Gut, dann kann’s ja losgehen: Ich muss zum Proktologen. Denn Montezumas Rache ist nichts gegen die Streitmacht, die dem alten Aztekenkönig kampfbereit gegenübersteht. Seit ich meinen Selbstversuch Mitte Januar startete, hat sich in meinem Nahrungsverwertungsbetrieb alles geändert. Was vorher leicht und locker vonstatten ging, bedarf heute einer enormen Anstrengung. Ohne einen wirklich an die Grenzen führenden Einsatz meiner Bauchmuskulatur verweigert die Abteilung Peristaltik jede Kooperation. Ja gut, vorm Treffen ist das normal. Da will man ja so leicht wie möglich auf die Waage gehen und übt dementsprechend Druck aus. Aber irgendwann will man doch auch mal wieder friedfertigen Zeiten entgegen sehen.

Bis heute hatte ich mich mit den ungewohnten Gewaltakten abgefunden. Das sei wohl der Preis, den man für eine überaus gesunde Ernährung zahlen müsse, so dachte ich mir und kaufte einen guten Posten Dreilagiges. Doch nun ist es geschehen: Ich bin angegriffen, beschädigt und reparaturbedürftig. Aufrund des Drucks von oben haben sich meine rot-weißen Betriebskörper unter der Führung von Eri Throzyt und Loiko Züht in einer Protestwelle zusammengerottet und planen nun den Ausbruch aus dem System, was nun natürlich unter Einsatz modernster Kampfmittel verhindert werden muss. Und zwar schnell, denn als Schriftführer übe ich ja schließlich eine sitzende Tätigkeit aus, was unter den gegeben Umständen eher unangenehm ist.

Dass mit der Gewichtsabnahme alles leichter wird, kann ich in dieser Hinsicht nicht bestätigen. Da muss ich wohl mit dem Fachmann mal über die Details meiner mikrobiologischen Versorgung sprechen. Denn da kenne ich mich nun wirklich nicht aus. Fünf in Bio. Ich weiß zwar, dass Gemüse und viel Wasser für Erleichterung sorgen und dass Schokolade und Bananen eher obstipativ wirken, aber die guten Trockenpflaumen haben ihr mitreißendes Soll bisher auch noch nicht erfüllt. Gehorcht mir hier eigentlich noch irgendwer???

Aber auch dieses explosive Dilemma wird vorbei gehen. Aufstände kommen und gehen. Eines Morgens werde ich meinen Kumpel Montezuma überzeugt haben, mit mir Seit‘ an Seit‘ zu kämpfen. Bis dahin verstopfe ich mit freundlichen Grüßen…

Und versprochen: beim nächsten Mal geht’s wieder um die schönen Dinge. Nichts für ungut.

Heißer Tipp Nr. 6:

+++ Mit dem Mond sprechen +++

Zu bestimmten Zeiten lohnt es sich, den Mond anzubeten, mit ihm zu sprechen und Freundschaft zu schließen. Denn das ist sicher: Niemand hat so viel Erfahrungen mit Abnehmen wie dieser uralt-vertraute Himmelskörper. Okay, die Mitarbeiter/innen von Telefon-Hotlines können da fast mithalten, und zuhören können sie auch. Aber das ist irgendwie nicht dasselbe.

Liebe Lipide, hier entlang bitte…

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Ich komme gerade mal wieder vom Laufen. Auch wenn ich die sechs Kilometer diesmal nicht lief sondern zügig ging, fand die Waage das gut. Jaja, ich weiß, direkt nach dem Training wiegen, ist der größte Schmarrn, den man machen kann. Aber es tut für eine Minute gut.

Genau so gut, wie die Kommentare, die so langsam aber sicher von Freunden und Kollegen kommen. „Hey, Du hast ja auch einen Kehlkopf!“ oder „Was ist los mit Dir, keinen Arsch in der Hose?“. Niemand mehr, der im Vorbeigehen „Pffffffft!“ machend in meinen Bauch piekst. Ja, langsam fällt wohl auf, dass ich weniger werde. Wenn da nur nicht dieser eine Haken wäre…

Ein Blick in den Spiegel, also in den großen, nicht in den Rasierspiegel, macht die Misere deutlich. All die kleinen süßen Adipozyten verlassen zwar ihre ungemütlich gewordene Heimat, aber sie finden immer nur die Notausgänge. Einige krabbeln am Hals hinaus, viele an Armen und Beinen, manche auch am Allerwertesten. Nur den Hauptausgang meiden die unwirschen Fettzellen wie der Weightwatcher die Butterbrezen: Den Bauch. Loide, hier geht’s raus! Bauchwärts! Muss ich erst Lotsenzellen generieren, die euch händchenhaltend hinaus begleiten?

Ich hab mal gelesen, Bauchspeck geht am leichtesten Weg. Entweder ist das weit gefehlt oder das Verkehrsleitsystem meines Riesenkörpers ist defekt. Die Bauchampel springt nicht auf grün. Oder so.

Ich habe im Arbeitszimmer so eine Kugel, in die man sich reinlegt, um Situps zu machen. Abroller heißen die Dinger glaub‘ ich. Ich sollte das wohl auch mal benutzen. Vielleicht hilft ja die Kugel gegen die Kugel.

Berlin ist eine Sünde wert

Mein lieber Herr Gesangsverein!

Nur ganz kurz: Ich war in Berlin. Einen Tag. Und während der Gauckler sich auf seinen großen Tag vorbereitete, sündigte ich in einem fort. Ich habe es geschafft, an einem Tag 100 ProPoints zu konsumieren. Autobahnfrühstück mit Baguettebrötchen und Aufschnitt, mittags Berliner Currywurst mit Pommes-Schranke und’n Bier, abends ein Weizenbier auf dem „Walk Off The Earth“-Konzert und vorm Schlafengehen ein Besuch beim Italiener mit Tomatensalat, Pasta salmone ai funghi porcini, dazu der Brotkorb und ein halber Liter Weißwein. Ich bin nicht stolz. Morgen folgt die Rache der Waage. Aber ich war glücklich. Das ist doch auch mal was. Und was am wichtigsten ist: Es war alles im Rahmen. 48 PP Budget + 49 PP Wochenbonus + 3 verdiente Bonuspunkte. Ich liebe es, hin und wieder die WW-Philosophie misszuverstehen. Seit heute bin ich wieder brav.

Einen Reisebereicht mit Bilderlink gibt’s in meinem anderen Blog. Dalli klick!

Rumkugeln "Rumtatar"

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Fleischer statt Bäcker: Rumkugeln mal anders.

Was einem nach sechs Kilometern Regenjogging alles so einfällt. Da dies mein erster Ausflug in die Welt des Laufschritts war – mit Ausnahme zweier letztjähriger Runden um den Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir im New Yorker Central Park – war ich danach platt, fertig, kaputt, am Ende. Ungewöhnliche Gelüste streiften mir durchs Hirn. Ich hatte Hunger. Ich wollte Fleisch. Ich wollte Schnaps. Und mein Körper wollte Obst. So kam es, dass das folgende, an eine WW-Vorgabe angelehnte Rezept direkt aus meinem Hirn meine zitternden Hände steuerte. Das Foto täuscht – nix angebrannt!

Rumkugeln „Rumtatar“
(14 ProPoints)

– 250 gr. Tatar
– 1 EL Rum (in meinem Falle Appleton Estate)
– 1 rote Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 1 EL Rosinen
– 1 EL gehackte Mandeln
– 1 TL Block House „Zaubergewürz“
– Salz und Pfeffer

Alles ordentlich klein hacken (besonders den Rum) und zu einem Teig zusammenkneten, 10 Kugeln formen, diese 8 Minuten in der Pfanne mit 1 EL Olivenöl durchbraten, herausnehmen und warm stellen.

– 1 frische Mango (in kleine Stücke geschnitten)
– 1 TL Honig
– 2 EL Mangosaft
– 1 TL Garam Masala

Das alles in den Kugelsud geben, weich und duftig braten und auf einem Teller anrichten. Kugeln oben drauf und RUMTATAR!

Ein Stern für einen Schinken

Pata Negra

Der Pata Negra Schinken, auch Jamón Pata negra oder Jamón Ibérico genannt, ist ein Rohschinken aus der Region Extremadura in Spanien. Pata Negra Schinken ist eine Delikatesse und kann es sowohl in der Qualität als auch im Preis mit seinen italienischen Verwandten Prosciutto di Parma und San Daniele Schinken oder seinem spanischen Verwandten, dem Serranoschinken, aufnehmen.
(Quelle: http://www.netzwissen.com)

Na, tropft den werten Lesern und WW-Interessenten schon der Geifer vom Kinn? Mir nicht! Denn dieses Bild dient nicht (nur) der Appetitanregung. Es soll vielmehr verdeutlichen, wieviel Gewicht ich schon verloren habe. Denn heute gab’s für mich den zweiten Stern. Insgesamt habe ich nun sieben Kilo abgenommen. Und genau so viel wiegt der abgebildete Schinken. Das muss man sich mal vor Augen führen. Diese Vergleiche sind sehr motivierend. Geht auch ohne Bild: 28 Pakete Butter! Eigentlich wollte ich noch den aus unser aller Sportunterricht unvergessenen Medizinball anführen. Den gibt es nämlich auch in der 7-kg-Variante. Bekannt ist aber eher der 5-Kilo-Klops, und der war doch schon schwer genug, oder?

Und nicht, dass wieder jemand höhnt: Ich habe heute nicht gefastet, ich habe Unterwäsche getragen und ich bin die sechs Kilometer zum WW-Treffpunkt nicht hechelnd gelaufen. Ich kleidete mich heute morgen dem ach bittren Winter gemäß, verdrückte mittags ein halbes Hähnchen (Ja natürlich mitsamt krosser Epidermis, sonst ist es ja kein Hähnchen!) und kurvte mit dem Auto direkt vor die WW-Tür. Es geht also irgendwie.

Im Treffen ging es heute um Mythen. Dazu soll auch gehören, dass man abends lieber Proteine statt Kohlenhydrate zu sich nehmen soll. In der WW-Welt sei das Blödsinn. Man solle das vertilgen, was gefällt. Das hat mich etwas nachdenklich gemacht, denn auch ich war diesem vermeintlichen Mythos schon länger auf der Spur. Aber mein Name ist nicht Udo Pollmer und auch nicht Hase. Also nehme ich das jetzt mal als gegeben hin. Heute abend gab’s einen Berg Reis mit Ragout Fin. So.

Hauptsache, es geht mir gut, und das geht es. Zum Abschluss noch etwas, das auch sieben Kilo wiegt:

Rollator

Heißer Tipp Nr. 4:

+++ Zank und Hader senken den Punkteverbrauch +++

Bei der Arbeit einfach mal ganz fahrlässig Pannen provozieren oder Streit vom Zaun brechen. Dadurch entsteht Stress und Zeitdruck. Das spart Punkte, da zum einen der Appetit vergeht und zum anderen einfach keine Zeit mehr zum Essen bleibt. Und wenn doch noch irgendwo ein Peanut Dream Riegel lockt, kann man diesen hervorragend seinen Gegnern in die Haare schmieren.

Ich werde Bundesabnehmminister!

5Prozent

Ein Kilo ging in der letzten Woche auf Reisen. Ich muss da immer an diesen Swiffer-Werbespot denken, in dem der Staub streng des Hauses verwiesen wird und – den alten Koffer hinter sich herziehend – traurig von dannen stapft. Das bedrückt mich immer irgendwie. Ich habe Mitleid mit einer Staubkugel. Ist doch blöd, liebe Procter&Gamble-Werber. Jetzt sehe ich eine ein Kilo schwere Schwarte mit Tränen in den Fettaugen, die, ohne sich von mir verabschiedet zu haben, einfach weg ist. Aber Schwermut beiseite.

Denn dieses eine Kilo bescherte mir einen neuen Applaus beim heutigen Treffen:

Die 5-Prozent-Hürde ist geschafft!

Ich bin damit nun im Parlament von Weightwatcherland vertreten und kandidiere als Bundesabnehmminister. Besonders hilfreich dabei war wohl, dass ich heute bis zur abendlichen Zusammenkunft genau 0, in Worten „null“, ProPoints verbrauchte. Vormittags aß ich einen Apfel und trank schwarzen Kaffee, Mittag fiel sitzungs- und stressbedingt aus, um zwei gab’s ne Paprika, nachmittags dann 1,5 Liter Mate. Keine Absicht und kein Trick. Ich hatte einfach keine Zeit zu essen.

Nun muss ich mich mit den Folgen abfinden: Vor mir liegt es, das WW-Maßband mit integriertem BMI-Rechner, das ich anlässlich des Erklimmens der 5-Prozent-Hürde feierlich verliehen bekam. Klein, weiß und mächtig, denn von nun an wird alles anders. Hach, was war das bequem, immer nur aufs Gewicht zu achten. Jetzt muss ich auch noch diverse Körpermaße nehmen, was anfänglich groteske Verrenkungen bewirkt, wenn ich versuche, das vermaledeite Ding mit einer Hand um meinen Oberarm zu schlingen oder das Halsmaß abzulesen. Aber ich schaffe das irgendwann auch ohne Muskelkater.

Auf jeden Fall freue mich über insgesamt 5,8 Kilo weniger. Zum Dank an mich selbst gönnte ich mir ein 314-Gramm-Rumpsteak (11 PP), zwei Scheiben Toast (4 PP) und ’ne zünftige Halbe (7 PP). Howdy!

P.S.: Der Coachin schönstes Zitat von heute: „Möchten Sie nicht auch ausgiebig Spazierengehen können und dabei weniger hecheln als Ihr Hund?“ Gut, dass ich nur vergleichsweise genügsamen Hausstaubmilben ein Heim gebe. Bleib‘ bei mir, Staubkugel!

Heißer Tipp Nr. 3:

+++ Der Pedometer-Wampen-Trick +++

Der WeightWatchers-Pedometer ist eine gute Investition. Man hängt ihn sich vorne an den Gürtel oder an die Hosentasche. Der Effekt ist bestechend einfach: Wenn man ihn im Stehen sieht, hat man sein Wunschgewicht erreicht.

(Nebenbei kann man damit auch seine Schritte zählen, aber das nur am Rande…)