Heißer Tipp Nr. 8:

+++ Grillen! +++

Bratwürste, Holzfällersteak, Weißbrot, Knoblauchsauce, Rotwein. Unbedingt zuschlagen!
Was das mit WeightWatchers zu tun hat? Keine Ahnung, aber es schmeckt unheimlich gut.

Aber im Ernst: Wir sind mal wieder bei meinem Lieblingsthema angekommen. Bosse ruft in seinem Song „Yipi“ inbrünstig „Ey ehrlich, entspann Dich mal!“. Ich sage ergänzend „Loide, bleibt locker!“. Wenn ich im dänischen Ferienhaus sitze und betörende Düfte vom Grill aufsteigen, dann ist Urlaub, dann sind Ferien, dann ist Sommerfrische. Das hat nichts mit Todsünde oder gar Aufgeben zu tun. Nach einer Woche wird der Spuk (leider) vorbei sein, und dann wird alles wieder seinen Gang nehmen. Mit Punkten, mit Schreiben, mit Treffen und … mit Abnehmen. Ganz sicher…

Heißer Tipp Nr. 7:

+++ Mit Stäbchen essen +++

Alternative 1 – „Ich kann nicht mit Stäbchen essen“:
Mit Stäbchen essen! Egal, was auf dem Teller ist. Klappt eh nicht. Der Magen bleibt leer. Unheimlich praktisch und wirkungsvoll.

Alternative 2 – „Ich kann mit Stäbchen essen“:
Entweder statt Reis Mahlzeiten wie Steak, Brötchen und Lammkeulen einsetzen oder andere Stäbchen verwenden. Je größer der Hunger, desto kleiner die Stäbchen. Zahnstocher bieten sich hier an. Oder Streichhölzer.
Der ultimative Doppelnutzen für ganz Kreative: Fischstäbchen. Die zerfallen fettig triefend zwischen den Fingern, das verdirbt den Appetit. Und wenn sie nicht zerfallen gilt Alternative 1.

Guten Hungel!

Heißer Tipp Nr. 6:

+++ Warmer Wein +++

Wenn eine dieser unverfrorenen Rosé- oder Weißweinflaschen unerwartet in mein privates Heim eindringt, dann wird sie herzlos ins Wohnzimmerregal verbannt. Bei Raumtemperatur. Wenn ich dann – was ja erstaunlicherweise immer seltener vorkommt – vor der Glotze sitze und die Gelüste auf gut gekühlten Rebensaft mich ereilen, muss ich ihn erst herunterkühlen. Das kostet Zeit, in der mein Heißdurst meistens schon wieder verlischt. Denn auf zimmerwarmen Weiß- oder Roséwein steht ja bekanntlicherweise zu Recht die Todesstrafe.

Gerade fällt mir ein. Vielleicht sollte ich künftig den Rotwein in den Kühlschrank stellen. Könnte den selben Effekt haben, nur andersrum. Ach, ich bin aber auch ein plietsches Kerlchen.

Heißer Tipp Nr. 6:

+++ Mit dem Mond sprechen +++

Zu bestimmten Zeiten lohnt es sich, den Mond anzubeten, mit ihm zu sprechen und Freundschaft zu schließen. Denn das ist sicher: Niemand hat so viel Erfahrungen mit Abnehmen wie dieser uralt-vertraute Himmelskörper. Okay, die Mitarbeiter/innen von Telefon-Hotlines können da fast mithalten, und zuhören können sie auch. Aber das ist irgendwie nicht dasselbe.

Ich werde Bundesabnehmminister!

5Prozent

Ein Kilo ging in der letzten Woche auf Reisen. Ich muss da immer an diesen Swiffer-Werbespot denken, in dem der Staub streng des Hauses verwiesen wird und – den alten Koffer hinter sich herziehend – traurig von dannen stapft. Das bedrückt mich immer irgendwie. Ich habe Mitleid mit einer Staubkugel. Ist doch blöd, liebe Procter&Gamble-Werber. Jetzt sehe ich eine ein Kilo schwere Schwarte mit Tränen in den Fettaugen, die, ohne sich von mir verabschiedet zu haben, einfach weg ist. Aber Schwermut beiseite.

Denn dieses eine Kilo bescherte mir einen neuen Applaus beim heutigen Treffen:

Die 5-Prozent-Hürde ist geschafft!

Ich bin damit nun im Parlament von Weightwatcherland vertreten und kandidiere als Bundesabnehmminister. Besonders hilfreich dabei war wohl, dass ich heute bis zur abendlichen Zusammenkunft genau 0, in Worten „null“, ProPoints verbrauchte. Vormittags aß ich einen Apfel und trank schwarzen Kaffee, Mittag fiel sitzungs- und stressbedingt aus, um zwei gab’s ne Paprika, nachmittags dann 1,5 Liter Mate. Keine Absicht und kein Trick. Ich hatte einfach keine Zeit zu essen.

Nun muss ich mich mit den Folgen abfinden: Vor mir liegt es, das WW-Maßband mit integriertem BMI-Rechner, das ich anlässlich des Erklimmens der 5-Prozent-Hürde feierlich verliehen bekam. Klein, weiß und mächtig, denn von nun an wird alles anders. Hach, was war das bequem, immer nur aufs Gewicht zu achten. Jetzt muss ich auch noch diverse Körpermaße nehmen, was anfänglich groteske Verrenkungen bewirkt, wenn ich versuche, das vermaledeite Ding mit einer Hand um meinen Oberarm zu schlingen oder das Halsmaß abzulesen. Aber ich schaffe das irgendwann auch ohne Muskelkater.

Auf jeden Fall freue mich über insgesamt 5,8 Kilo weniger. Zum Dank an mich selbst gönnte ich mir ein 314-Gramm-Rumpsteak (11 PP), zwei Scheiben Toast (4 PP) und ’ne zünftige Halbe (7 PP). Howdy!

P.S.: Der Coachin schönstes Zitat von heute: „Möchten Sie nicht auch ausgiebig Spazierengehen können und dabei weniger hecheln als Ihr Hund?“ Gut, dass ich nur vergleichsweise genügsamen Hausstaubmilben ein Heim gebe. Bleib‘ bei mir, Staubkugel!

Heißer Tipp Nr. 3:

+++ Der Pedometer-Wampen-Trick +++

Der WeightWatchers-Pedometer ist eine gute Investition. Man hängt ihn sich vorne an den Gürtel oder an die Hosentasche. Der Effekt ist bestechend einfach: Wenn man ihn im Stehen sieht, hat man sein Wunschgewicht erreicht.

(Nebenbei kann man damit auch seine Schritte zählen, aber das nur am Rande…)