Bin ich wieder da? Wohl noch nicht ganz…

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Liebe Leute!

Ewig ist es her, dass ich hier mein Bestes gab, mein Bestes zu geben. Und um eines gleich klarzustellen: Ja, ich bin gescheitert. Weit hatte ich es gebracht – von 112 auf 93 Kilo. Das war schon echt eine Leistung, auf die ich immer noch stolz bin. Im Gegensatz zu der Zeit, seit ich meinen Job und meinen Wohnort gewechselt habe. Aus 93 wurden in einem Jahr ratzfatz 100, und mit dem Bewusstsein, den Uhu-Status verloren zu haben, wurden ganz fix aus 100 die 107. Alles umsonst, so dachte ich mir, hakte das Thema Abnahme ab und fraß weiter. Ich trauerte meinen Anzügen nach, die ich vor Monaten euphorisch mit dem Schlachtruf „Nie wieder dick!“ dem Roten Kreuz gespendet hatte. Heute klage ich über chronische Bauchschmerzen aufgrund der neuen, sexy-schlanken Klamotten, die durch weitere Schnitte zu ersetzen meine Eitelkeit mich hindert.

Ein Bandscheibenvorfall und ein Knorpelschaden im Knie taten ein Übriges, indem sie mir den einzigen Sport verboten, an den ich mich gewöhnt hatte. Laufen adé. Vor sieben bin ich jobbedingt abends eh nie zu Hause. Sofa, Wein und die Glotze ersetzten die Allgäuer Strecken und die Freundschaften, die nun zwei Stunden entfernt kaum noch existieren.

Ich spüre förmlich, wie meine verbliebene Leserschaft nun darauf wartet, dass aus diesem Gegreine heraus der Satz erstrahlt: „Ich bin wieder da!“ Aber lasst uns statt froh und munter lieber realistisch sein. Immerhin erlaubt mir mein Physiotherapeut nun, wieder langsam ein paar Meter zu laufen. Immerhin zeigte meine Waage – Ihr wisst schon, die Unerbittliche – heute „nur noch“ 101,7 Kilo. Immerhin habe ich meinen Ruderporsche heute von der Abstellkammer ins Wohnzimmer verfrachtet. Und immerhin kochte ich mir heute nach all der Zeit mal wieder ein WW-Gericht: Wirsing-Lachs-Lasagne (Das große ProPoints Kochbuch, S. 72). Der Haken: Das schmeckte so phantastisch, dass ich alles auffraß – ich bin 4 Personen! Liebe Kemptener Coaches, ich höre nicht auf, Euch zu vermissen. Insbesondere, wenn ich mal wieder hungrig auf dem Weg zur Sahne bin.

Der Herbst ist da, und auch wenn er viele sonnig-güldene Tage ins Bayernland schickte, so ist es doch der Herbst. Kühl. Feucht. Dunkel. Jedes Wochenende nehme ich mir vor, ein, zwei Kilometer laufend hinter mich zu bringen. Jedes Wochenende freut sich mein Schweinehund über den Regen. So muss ich mich nicht regen.

Tja, und was soll nun dieses Update hier bewirken? Viel. Denn die Tatsache, dass ich hier mal wieder meinen Null-ProPoints-Senf verbreite, zeigt, dass ich Euch alle noch nicht vergessen habe. Ich sehe ganz im Regengrau verschwommen eine Kurve vor mir. Jetzt muss ich sie nur noch kriegen. Schaun mer ma. Schließlich ist bald scho wieder Weihnachten. O Gott!

Stressabnahme!

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Ich bin noch da. Ehrlich! Ich muss mich hier nur gerade etwas rar machen, weil es drunter, durch und drüber geht. Die letzten Wochen kam ich kaum dazu, meine Restwampe auf dem Sofa zu betten und meinen Appetit mit verführerisch-leckerer TV-Werbung anzuheizen. Vom Laufen ganz zu schweigen.

Vier Tage internationale Konferenz mit Abendprogramm, Auftritt als Sänger, Arbeitsanhäufung im Büro, Peter Gabriel Konzert in München, Geburtstag. Und jetzt bin ich schon wieder auf dem Sprung nach München: Fototermin, James Taylor Konzert. Morgen bekomme ich dann für eine Woche Besuch. Und ist die Bude aufgeräumt? Natürlich nicht. Und ein Spülmaschinenkauf steht auch noch an. Das meiste davon ist schön und macht Spaß, aber ob positiv oder negativ: Stress bleibt Stress.

Die Erkenntnis: Die Zeit verfliegt wie im Nu und ich habe das Gefühl, die Kilos ebenfalls. Letzten Dienstag bin ich vorm Bandauftritt ganz kurz zum Wiegen bei WW reingehüpft (ja, ich kann jetzt auch hüpfen) und ergatterte meinen vierten Stern. Ich war ein Star – genau die richtige Voraussetzung für einen gelungenen Auftritt, der es dann auch war. Ich bin ja so eine Rampensau. Den berühmten Brutto-Uhu hatte ich zwar noch nicht geknackt, aber ich war nur noch ein Saftglas davon entfernt. Ich will den Tag nicht vor dem Dienstag loben, aber ich glaube, dass ich ihn inzwischen erreicht habe. Stress macht schlank. Kein Wunder. Zum Essen ist eh keine Zeit. Der Mai wird hektisch bleiben. Ab Juni wird’s dann wieder ruhiger. Sagt mein Kalender. Aber der belügt mich leider häufig. Ach ja, und dann kommt ja schon der North Sea Beach Marathon. Ich bin angemeldet. Für zehn Kilometer. Das Ferienhäuschen ist gebucht. Das Margarethenreich ruft. Ich komme!

So, und jetzt ab nach München…