Liebe Lipide, hier entlang bitte…

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Ich komme gerade mal wieder vom Laufen. Auch wenn ich die sechs Kilometer diesmal nicht lief sondern zügig ging, fand die Waage das gut. Jaja, ich weiß, direkt nach dem Training wiegen, ist der größte Schmarrn, den man machen kann. Aber es tut für eine Minute gut.

Genau so gut, wie die Kommentare, die so langsam aber sicher von Freunden und Kollegen kommen. „Hey, Du hast ja auch einen Kehlkopf!“ oder „Was ist los mit Dir, keinen Arsch in der Hose?“. Niemand mehr, der im Vorbeigehen „Pffffffft!“ machend in meinen Bauch piekst. Ja, langsam fällt wohl auf, dass ich weniger werde. Wenn da nur nicht dieser eine Haken wäre…

Ein Blick in den Spiegel, also in den großen, nicht in den Rasierspiegel, macht die Misere deutlich. All die kleinen süßen Adipozyten verlassen zwar ihre ungemütlich gewordene Heimat, aber sie finden immer nur die Notausgänge. Einige krabbeln am Hals hinaus, viele an Armen und Beinen, manche auch am Allerwertesten. Nur den Hauptausgang meiden die unwirschen Fettzellen wie der Weightwatcher die Butterbrezen: Den Bauch. Loide, hier geht’s raus! Bauchwärts! Muss ich erst Lotsenzellen generieren, die euch händchenhaltend hinaus begleiten?

Ich hab mal gelesen, Bauchspeck geht am leichtesten Weg. Entweder ist das weit gefehlt oder das Verkehrsleitsystem meines Riesenkörpers ist defekt. Die Bauchampel springt nicht auf grün. Oder so.

Ich habe im Arbeitszimmer so eine Kugel, in die man sich reinlegt, um Situps zu machen. Abroller heißen die Dinger glaub‘ ich. Ich sollte das wohl auch mal benutzen. Vielleicht hilft ja die Kugel gegen die Kugel.

Bingo! oder "Peccato*, assolutamente gratis!"

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Als ich heute pünktlich um halb zwölf im Gourmet-Betriebsrestaurant auftauchte, stieg mir aus dem Steinofen ein unwiderstehliches Odeur in die Nase: Pizza con spinacio, gorgonzola e pomodori di Pachino. Na, dachte ich mir frech, dann gibt’s eben heute abend nur noch das berühmte Minzblättchen. Ich hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Beziehungsweise hatte der Wirt die Rechnung ohne mich gemacht, aber dazu später. Ich orderte den Fladen und trug dafür 24 Punkte ein, was vermutlich – ganz gegen meine Gewohnheit – etwas untertrieben war. Was ich dabei vergessen hatte: Ich war mit einer Kollegin abends beim Italiener verabredet. Mist.

Ich raste also drei mal vom vierten Stock, in dem ich arbeite, die Treppe ins Erdgeschoss runter und auch wieder rauf und war stolz wie Oskar, mir selbst einredend, dass das schon wieder eine Sahnenudel rechtfertigt. Also abends ab nach Italien. An dieser Stelle möchte ich einen Restaurantipp abgeben: Das „La Bruschetta“ in Kempten ist wohl die authentischste italienische Taverne jenseits des Stiefels, die ich kenne. Hier ist Lärm, hier ist Leben, hier ist Duft und vor allem ist hier bestes Essen angesagt. Einen schönen Abend muss ich einfach einen schönen Abend sein lassen. Schließlich hatte ich gestern 3000 Meter hinter mich geschwitzt. Also Tris di Pasta, etwas Pizzabrot und ein Viertele Pinot Grigio auftischen, aber pronto! Schuldbewusst, aber zufrieden mümmelte ich das nudelige Dreierlei in mich hinein und fragte mich, ob ich nun in Sodom oder Gomorrha gelandet war. Weder noch, denn dort hat man, wenn ich das Buch der Bücher richtig deute, eher Pech als Glück.

Denn jeden Tag um acht wird im „La Bruschetta“ Tavola-Bingo gespielt. Giovanni der Wirt dreht laut frohlockend eine leuchtend rote, drahtene Lostrommel und zieht eine Kugel. Lauthals verkündet er voll des italienischen Temperaments den Gewinnertisch. Alles, was an diesem Tisch bestellt wurde, muss nicht bezahlt werden. Heute fiel das Los auf Tavola Numero Sei. Moment, sechs? Das habe ich doch heute schon mal irgendwo gelesen. Richtig, auf dem kleinen Aufsteller, der auf unserem Tisch steht. Großes Gejubel, fröhliches Abklatschen. All die Punkte für umsonst. Darauf einen doppelten Espresso. Vor lauter Euphorie schüttete ich versehentlich noch Zucker auf die Crema. Egal. The winner is… „Ich danke dem lieben Gott, meiner Familie und meiner lieben Kollegin, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre!“

Und jetzt sitze ich hier vor meinem Computer und kann mich nicht konzentrieren, weil ich mich fortwährend frage, wieviel ProPoints eigentlich „Tris di Pasta“ hat. Wochenbonus ade! 😉

*Peccato (ital.) = Sünde

Nein, mein Blinddarm ist heil …

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… aber einen Durchbruch gab es heute schon. Denn heute ist der Tag, an dem dieser Blog aus seinem Schattendasein trat. Dank meiner Assistant Coachin, die mich nun fand und meinen Selbstversuch auf ihrem Facebook-Profil veröffentlichte. Dafür bin ich ihr unheimlich dankbar, denn aus durchschnittlich 15 Seitenaufrufen pro Tag wurden allein heute 889. Das ist weit mehr als im gesamten Februar (546).

Aber genug der Zahlenspiele. Es ist schön, dass meine kleinen, nicht immer ganz ernst gemeinten Erfahrungsberichte bei Euch so gut ankommen und ich begrüße begeistert alle neuen Leser. Ich freu‘ mich auf Euch! So kann’s gehen. Gestern abend noch betrübt, dass ich gerade nicht so richtig weniger werde (aber immerhin minus 300 Gramm), und heute dann das. Hinzu kommt noch, dass ich ganz böse war und mich heute abend wieder auf die Waage gestellt habe, was mir ja eigentlich verboten wurde. Aber das sah gut aus. Hoffentlich bleibt das auch so, damit ich Dienstag triumphierend grinsen kann.

Ein wenig verängstigt sehe ich jetzt schon dem nächsten Treffen entgegen, da wahrscheinlich viele da sein werden, die nun auch hier gelandet sind. Aber seid versichert, liebe Leute. Ich bin ein ganz Lieber und werde niemals irgendjemanden negativ erwähnen oder mich in irgendeiner Form lustig machen. Halt! Stimmt nicht. Doch, über einen mache ich mich lustig, und zwar schonungslos: Über mich, denn ich hab’s bisher noch nicht geschafft, mich selbst zu beleidigen.

So, und jetzt drückt alle die Daumen, dass Ra, Sol, Huitzilopochtli, Helios, Malina, Mitra oder wie auch immer die ganzen Sonnengötter heißen, morgen gut drauf sind, denn ich habe mir heute sauteure Laufschuhe gekauft. Und beim Kemptener Stadtlauf am 22. April werde ich die 5.000 Meter schaffen. Wie auch immer. Tot oder lebendig.

Berlin ist eine Sünde wert

Mein lieber Herr Gesangsverein!

Nur ganz kurz: Ich war in Berlin. Einen Tag. Und während der Gauckler sich auf seinen großen Tag vorbereitete, sündigte ich in einem fort. Ich habe es geschafft, an einem Tag 100 ProPoints zu konsumieren. Autobahnfrühstück mit Baguettebrötchen und Aufschnitt, mittags Berliner Currywurst mit Pommes-Schranke und’n Bier, abends ein Weizenbier auf dem „Walk Off The Earth“-Konzert und vorm Schlafengehen ein Besuch beim Italiener mit Tomatensalat, Pasta salmone ai funghi porcini, dazu der Brotkorb und ein halber Liter Weißwein. Ich bin nicht stolz. Morgen folgt die Rache der Waage. Aber ich war glücklich. Das ist doch auch mal was. Und was am wichtigsten ist: Es war alles im Rahmen. 48 PP Budget + 49 PP Wochenbonus + 3 verdiente Bonuspunkte. Ich liebe es, hin und wieder die WW-Philosophie misszuverstehen. Seit heute bin ich wieder brav.

Einen Reisebereicht mit Bilderlink gibt’s in meinem anderen Blog. Dalli klick!

Rumkugeln "Rumtatar"

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Fleischer statt Bäcker: Rumkugeln mal anders.

Was einem nach sechs Kilometern Regenjogging alles so einfällt. Da dies mein erster Ausflug in die Welt des Laufschritts war – mit Ausnahme zweier letztjähriger Runden um den Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir im New Yorker Central Park – war ich danach platt, fertig, kaputt, am Ende. Ungewöhnliche Gelüste streiften mir durchs Hirn. Ich hatte Hunger. Ich wollte Fleisch. Ich wollte Schnaps. Und mein Körper wollte Obst. So kam es, dass das folgende, an eine WW-Vorgabe angelehnte Rezept direkt aus meinem Hirn meine zitternden Hände steuerte. Das Foto täuscht – nix angebrannt!

Rumkugeln „Rumtatar“
(14 ProPoints)

– 250 gr. Tatar
– 1 EL Rum (in meinem Falle Appleton Estate)
– 1 rote Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 1 EL Rosinen
– 1 EL gehackte Mandeln
– 1 TL Block House „Zaubergewürz“
– Salz und Pfeffer

Alles ordentlich klein hacken (besonders den Rum) und zu einem Teig zusammenkneten, 10 Kugeln formen, diese 8 Minuten in der Pfanne mit 1 EL Olivenöl durchbraten, herausnehmen und warm stellen.

– 1 frische Mango (in kleine Stücke geschnitten)
– 1 TL Honig
– 2 EL Mangosaft
– 1 TL Garam Masala

Das alles in den Kugelsud geben, weich und duftig braten und auf einem Teller anrichten. Kugeln oben drauf und RUMTATAR!

Ein Stern für einen Schinken

Pata Negra

Der Pata Negra Schinken, auch Jamón Pata negra oder Jamón Ibérico genannt, ist ein Rohschinken aus der Region Extremadura in Spanien. Pata Negra Schinken ist eine Delikatesse und kann es sowohl in der Qualität als auch im Preis mit seinen italienischen Verwandten Prosciutto di Parma und San Daniele Schinken oder seinem spanischen Verwandten, dem Serranoschinken, aufnehmen.
(Quelle: http://www.netzwissen.com)

Na, tropft den werten Lesern und WW-Interessenten schon der Geifer vom Kinn? Mir nicht! Denn dieses Bild dient nicht (nur) der Appetitanregung. Es soll vielmehr verdeutlichen, wieviel Gewicht ich schon verloren habe. Denn heute gab’s für mich den zweiten Stern. Insgesamt habe ich nun sieben Kilo abgenommen. Und genau so viel wiegt der abgebildete Schinken. Das muss man sich mal vor Augen führen. Diese Vergleiche sind sehr motivierend. Geht auch ohne Bild: 28 Pakete Butter! Eigentlich wollte ich noch den aus unser aller Sportunterricht unvergessenen Medizinball anführen. Den gibt es nämlich auch in der 7-kg-Variante. Bekannt ist aber eher der 5-Kilo-Klops, und der war doch schon schwer genug, oder?

Und nicht, dass wieder jemand höhnt: Ich habe heute nicht gefastet, ich habe Unterwäsche getragen und ich bin die sechs Kilometer zum WW-Treffpunkt nicht hechelnd gelaufen. Ich kleidete mich heute morgen dem ach bittren Winter gemäß, verdrückte mittags ein halbes Hähnchen (Ja natürlich mitsamt krosser Epidermis, sonst ist es ja kein Hähnchen!) und kurvte mit dem Auto direkt vor die WW-Tür. Es geht also irgendwie.

Im Treffen ging es heute um Mythen. Dazu soll auch gehören, dass man abends lieber Proteine statt Kohlenhydrate zu sich nehmen soll. In der WW-Welt sei das Blödsinn. Man solle das vertilgen, was gefällt. Das hat mich etwas nachdenklich gemacht, denn auch ich war diesem vermeintlichen Mythos schon länger auf der Spur. Aber mein Name ist nicht Udo Pollmer und auch nicht Hase. Also nehme ich das jetzt mal als gegeben hin. Heute abend gab’s einen Berg Reis mit Ragout Fin. So.

Hauptsache, es geht mir gut, und das geht es. Zum Abschluss noch etwas, das auch sieben Kilo wiegt:

Rollator

Heißer Tipp Nr. 5:

+++ Ins Allgäu ziehen +++

Nicht nur wegen der tollen WW-Coachin. Hier ist es so schön, da hält es keinen inneren Schweinehund in der Bude. Besonders wenn wie heute der Frühling durch den Winter lugt.

Ein Traum auf sechs Kilometern: Die Raunser Panoramarunde (Joggen: 11 PP, Wandern: 6 PP).

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Heißer Tipp Nr. 4:

+++ Zank und Hader senken den Punkteverbrauch +++

Bei der Arbeit einfach mal ganz fahrlässig Pannen provozieren oder Streit vom Zaun brechen. Dadurch entsteht Stress und Zeitdruck. Das spart Punkte, da zum einen der Appetit vergeht und zum anderen einfach keine Zeit mehr zum Essen bleibt. Und wenn doch noch irgendwo ein Peanut Dream Riegel lockt, kann man diesen hervorragend seinen Gegnern in die Haare schmieren.

Ich werde Bundesabnehmminister!

5Prozent

Ein Kilo ging in der letzten Woche auf Reisen. Ich muss da immer an diesen Swiffer-Werbespot denken, in dem der Staub streng des Hauses verwiesen wird und – den alten Koffer hinter sich herziehend – traurig von dannen stapft. Das bedrückt mich immer irgendwie. Ich habe Mitleid mit einer Staubkugel. Ist doch blöd, liebe Procter&Gamble-Werber. Jetzt sehe ich eine ein Kilo schwere Schwarte mit Tränen in den Fettaugen, die, ohne sich von mir verabschiedet zu haben, einfach weg ist. Aber Schwermut beiseite.

Denn dieses eine Kilo bescherte mir einen neuen Applaus beim heutigen Treffen:

Die 5-Prozent-Hürde ist geschafft!

Ich bin damit nun im Parlament von Weightwatcherland vertreten und kandidiere als Bundesabnehmminister. Besonders hilfreich dabei war wohl, dass ich heute bis zur abendlichen Zusammenkunft genau 0, in Worten „null“, ProPoints verbrauchte. Vormittags aß ich einen Apfel und trank schwarzen Kaffee, Mittag fiel sitzungs- und stressbedingt aus, um zwei gab’s ne Paprika, nachmittags dann 1,5 Liter Mate. Keine Absicht und kein Trick. Ich hatte einfach keine Zeit zu essen.

Nun muss ich mich mit den Folgen abfinden: Vor mir liegt es, das WW-Maßband mit integriertem BMI-Rechner, das ich anlässlich des Erklimmens der 5-Prozent-Hürde feierlich verliehen bekam. Klein, weiß und mächtig, denn von nun an wird alles anders. Hach, was war das bequem, immer nur aufs Gewicht zu achten. Jetzt muss ich auch noch diverse Körpermaße nehmen, was anfänglich groteske Verrenkungen bewirkt, wenn ich versuche, das vermaledeite Ding mit einer Hand um meinen Oberarm zu schlingen oder das Halsmaß abzulesen. Aber ich schaffe das irgendwann auch ohne Muskelkater.

Auf jeden Fall freue mich über insgesamt 5,8 Kilo weniger. Zum Dank an mich selbst gönnte ich mir ein 314-Gramm-Rumpsteak (11 PP), zwei Scheiben Toast (4 PP) und ’ne zünftige Halbe (7 PP). Howdy!

P.S.: Der Coachin schönstes Zitat von heute: „Möchten Sie nicht auch ausgiebig Spazierengehen können und dabei weniger hecheln als Ihr Hund?“ Gut, dass ich nur vergleichsweise genügsamen Hausstaubmilben ein Heim gebe. Bleib‘ bei mir, Staubkugel!

Heißer Tipp Nr. 3:

+++ Der Pedometer-Wampen-Trick +++

Der WeightWatchers-Pedometer ist eine gute Investition. Man hängt ihn sich vorne an den Gürtel oder an die Hosentasche. Der Effekt ist bestechend einfach: Wenn man ihn im Stehen sieht, hat man sein Wunschgewicht erreicht.

(Nebenbei kann man damit auch seine Schritte zählen, aber das nur am Rande…)