Er flattert wieder!

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Also eines habe ich in den Jahren auf manisch-depressive Weise erlernt: Schnell drauf ist schnell wieder runter. Das gilt sowohl mittel- als auch kurzfristig. Während ich damals, als ich mit WW begann, ewig brauchte, bis ich den intelligenten Mäuseräuber zum Flattern brachte, ging das in diesem Jahr wirklich ratzfatz. Und die drei Kilo, die ich mir vorletzte Woche auf einer Dienstreise mit vielen Auswärtsgenüssen anfraß, waren in nur drei Tagen wieder weg. Und jetzt das! Meine Socken kriegen Löcher von den Krallen, meine Augenbrauen wachsen pinselförmig nach außen, ich kann nachts wieder besser sehen und meine Stimme klingt seltsam kreischig. Denn er ist wieder da, der Uhu.

Heute war ein mieser Tag. Ich kam nicht aus den Federn, hatte Rückenschmerzen. Nichts machte mir Spaß, Stress und schlechte Stimmung im Büro und selbst die donnerstägliche Bandprobe wollte nicht so recht in Gang kommen. Also, Tag einfach abhaken und vergessen, nach Hause und ab ins Bett. Aber halt! Erst nochmal sich selbst geißeln und ab auf die Waage.

HUCH! rief ich meiner im nächtlichen Dunkel blinkenden Luxuszahnbürste zu, weil sie nunmal gerade da stand, wo ich hinhuchte. Da fehlt ja was. Die Eins ist weg! Na gut, dann also doch noch ’ne Runde freuen. Zur Belohnung einen unerhörten Pretzel Dog und dazu ein ebenso unerhörter Schoppen Rotwein. Ich weiß, passt nicht zusammen, aber ich bin regelmäßig in den USA unterwegs, da lernt man sowas.

Nun liege ich hier lang und gar nicht mehr so breit auf meinem Bettchen und tippe diese freudig gestimmten Zeilen. Das hätte ich heute mittag, als die Missstimmung auf dem Höhepunkt war, ebenso wenig geglaubt wie wenn jemand mir erzählt hätte, dass im Münchener Hofbräuhaus morgen eine Krabbenpulmeisterschaft stattfindet.

Na dann werde ich jetzt mal die Uhuaugen schließen und von Mäusen und vom Wochenende träumen. Dann kann’s ja weitergehen!

Gute Nacht, Freunde!

Mit Stinkekäse Richtung Uhu

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Heute schreiben wir den 1. Februar. Der berühmte Januar, der mit seinem Vorsatzdruck oftmals Wundersames bewirkt, ist vorüber. Und was hat er nun bewirkt? Wundersames! Aber der Reihe nach:

Was die kulinarisch verlockendste Zeit des Jahres, also die mit den vier Kerzen, angeht, hatte ich meine Ankündigung wahr gemacht. Von 108 habe ich mich bis Neujahr auf 112 hochgefressen, damit der Leidensdruck dem meines WW-Einstiegs vor drei Jahren entspricht. So jagte dann ein Déjà-Vu das nächste. Wieder lümmelte ich eines faulen Sonntags im frühen Januar im Bett herum und grübelte. Neues Jahr, neues Fett? Nein, eher nicht. Ich erinnerte mich an den Parallelsonntag 2012. Damals blickte ich durchs Dachfenster in den blauen Allgäuer Himmel und raffte mich auf. Was daraufhin entstand bzw. verschwand, muss ich ja nicht wiederholen. Steht ja alles hier geschrieben.

In diesem Jahr hatte ich kein Dachfenster. Ich blickte also an die Decke statt in Himmel, der eh von einem unattraktiven grau gezeichnet war. Aber – und jetzt kommt’s: Aufgerafft habe ich mich trotzdem! Vor kurzem erst bei WW abgemeldet, meldete ich mich wieder an, aktualisierte die App auf meinem iPad und wälzte einen Nachmittag lang meinen Berg an WW-Kochbüchern. Alte Gewohnheiten wurden wieder neu, Bananen und Äpfel fanden den Weg zurück in Allgäuer Magermilchjoghurt und die gute alte 7%-Crèmefine bekam wieder einen Ehrenplatz im mit Grünzeug vollgepfropften Kühlmöbel. Vorteilhaft dabei ist, dass es im nahe gelegenen Erding einen Feneberg-Supermarkt gibt, bei dem ich all die feinen Allgäuer Zutaten bekomme, die mir damals das Leben erleichtert hatten. Obwohl es, und dass sei hier an dieser Stelle mal lauthals angeprangert, in ganz Bayern keinen „Kochkäse light“ zu kaufen gibt, der in den Rezepten immer mal wieder gefordert wird.

Aber à propos Käse. Meine Entdeckung des noch jungen Jahres ist der von mir bisher bis aufs Blut verschmähte Harzer Roller. Bah, was für ein widerlich- beißender Geschmack, wenn ich versucht habe, diesen Sattmacher mit einer Vollkornstulle in meine Kauleiste zu schieben. Ging gar nicht. Aber dann las ich ein Rezept, das mich anwies, den Stinkekäse in Scheiben gehobelt zum Überbacken auf einen Auflauf zu drapieren. Und was soll ich sagen: nun, liebe Sennerinnen und Senner vom Brocken, jetzt weiß ich, warum Ihr das macht. Jetzt kommt die Würzigkeit Eures glasigen Milch(?)produktes gerade recht. Seit dem schneide ich alles in Würfel, was mir unters Messer kommt, ob es nun das edle Rinderfiletsteak, ein Haufen duftender Steinpilze, knackige Zuckererbsenschoten oder eine exotische Papaya ist. Alles wird in mundgerechte Stücke zerkleinert, in die Pfanne gehauen und dann mit was auch immer (Nudeln, Sauerkraut, Spätzle…) in eine Auflaufform geschüttet. Harzer Topping und ab in den Ofen. Lecker!

Was? Schon 2800 Zeichen? Ich plappere ja schon genauso viel hier herum wie Bacon-Tanja im Dschungel. Na, dann will ich mal zum Punkt kommen. Wie gesagt, wir schreiben heute den 1. Februar, und ich hatte heute ein gutes Gespräch mit der Unerbittlichen, die mir in einem Anflug von seltener Gutmütigkeit eine Zahl vor die Füße projizierte, die mich, sagen wir mal, nicht unglücklich machte.

101,2 kg!

Sollte ich tatsächlich noch in diesem Monat wieder zum Mäusefresser werden? Gut wäre das, denn Ende des Monats wird mein Brüderchen 50, und da gibt’s sicherlich einige feine Spezereien zu schnabulieren.

Ich bin also erstmal wieder da. Wer hätte das gedacht?

Bin ich wieder da? Wohl noch nicht ganz…

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Liebe Leute!

Ewig ist es her, dass ich hier mein Bestes gab, mein Bestes zu geben. Und um eines gleich klarzustellen: Ja, ich bin gescheitert. Weit hatte ich es gebracht – von 112 auf 93 Kilo. Das war schon echt eine Leistung, auf die ich immer noch stolz bin. Im Gegensatz zu der Zeit, seit ich meinen Job und meinen Wohnort gewechselt habe. Aus 93 wurden in einem Jahr ratzfatz 100, und mit dem Bewusstsein, den Uhu-Status verloren zu haben, wurden ganz fix aus 100 die 107. Alles umsonst, so dachte ich mir, hakte das Thema Abnahme ab und fraß weiter. Ich trauerte meinen Anzügen nach, die ich vor Monaten euphorisch mit dem Schlachtruf „Nie wieder dick!“ dem Roten Kreuz gespendet hatte. Heute klage ich über chronische Bauchschmerzen aufgrund der neuen, sexy-schlanken Klamotten, die durch weitere Schnitte zu ersetzen meine Eitelkeit mich hindert.

Ein Bandscheibenvorfall und ein Knorpelschaden im Knie taten ein Übriges, indem sie mir den einzigen Sport verboten, an den ich mich gewöhnt hatte. Laufen adé. Vor sieben bin ich jobbedingt abends eh nie zu Hause. Sofa, Wein und die Glotze ersetzten die Allgäuer Strecken und die Freundschaften, die nun zwei Stunden entfernt kaum noch existieren.

Ich spüre förmlich, wie meine verbliebene Leserschaft nun darauf wartet, dass aus diesem Gegreine heraus der Satz erstrahlt: „Ich bin wieder da!“ Aber lasst uns statt froh und munter lieber realistisch sein. Immerhin erlaubt mir mein Physiotherapeut nun, wieder langsam ein paar Meter zu laufen. Immerhin zeigte meine Waage – Ihr wisst schon, die Unerbittliche – heute „nur noch“ 101,7 Kilo. Immerhin habe ich meinen Ruderporsche heute von der Abstellkammer ins Wohnzimmer verfrachtet. Und immerhin kochte ich mir heute nach all der Zeit mal wieder ein WW-Gericht: Wirsing-Lachs-Lasagne (Das große ProPoints Kochbuch, S. 72). Der Haken: Das schmeckte so phantastisch, dass ich alles auffraß – ich bin 4 Personen! Liebe Kemptener Coaches, ich höre nicht auf, Euch zu vermissen. Insbesondere, wenn ich mal wieder hungrig auf dem Weg zur Sahne bin.

Der Herbst ist da, und auch wenn er viele sonnig-güldene Tage ins Bayernland schickte, so ist es doch der Herbst. Kühl. Feucht. Dunkel. Jedes Wochenende nehme ich mir vor, ein, zwei Kilometer laufend hinter mich zu bringen. Jedes Wochenende freut sich mein Schweinehund über den Regen. So muss ich mich nicht regen.

Tja, und was soll nun dieses Update hier bewirken? Viel. Denn die Tatsache, dass ich hier mal wieder meinen Null-ProPoints-Senf verbreite, zeigt, dass ich Euch alle noch nicht vergessen habe. Ich sehe ganz im Regengrau verschwommen eine Kurve vor mir. Jetzt muss ich sie nur noch kriegen. Schaun mer ma. Schließlich ist bald scho wieder Weihnachten. O Gott!

Der kleine Dirk

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Können mir unsere lieben Düsseldorfer Gurus eigentlich auch sagen, wie ich zur nötigen Muße finde, mich wieder regelmäßig an der Tastatur zu vergreifen? Egal, nun bin ich ja wieder mal da, obwohl ich langsam merke, dass mir meine Stammleser abhanden kommen. Solange ich für jedes Kilo, das ich weniger werde einen Leser verliere, ist mir das nur recht. Aber da hat das Eine wohl nichts mit dem Anderen zu tun.

Was mich dazu trieb, mich heute wieder mal zu melden war ein inzwischen sehr populärer Spruch, der sich rasant in der „Facebook-Community“ – irgendwann schwor ich mal, mich so niemals auszudrücken aber naja – ausbreitete. Ich klaue also fremder Leute Humor und rufe in die Welt hinaus:

Der kleine Dirk möchte im Mai abgeholt werden !

Um mein Plagiat zu tarnen, habe ich dem kleinen November den Vornamen Dirk verliehen. Wer als erster errät, warum gerade Dirk, der gewinnt … irgendwas Schönes. Hab noch keine Ahnung, aber ganz ehrlich: Ich denke mir etwas aus.

Aber mal ehrlich: Ist das nicht furchtbar? Da schnuppert man immer mal wieder in den Frühling hinein und spürt, dass Kraft und Leben durch die Adern fließen, und dann immer wieder diese Rückschläge. 7 Grad zeigte das Thermometer meiner Karosse heute auf dem Weg zur Arbeit. In meiner alten Heimat im Allgäu schneit’s und im Schwarzwald werden die Schlitten wieder herausgeholt. Und der alte Weightwatcher schlampt mal wieder rum. Der Traum, kurzbehost durch Oberbayern zu rennen – erstmal wieder vertagt. Die überzeugte Umstellung von Kohlehydraten auf Vitamine – der Winterwatcher braucht ein Mindestmaß an kulinarischer Wärme. Es geht nicht wieder bergab, aber es stagniert. Obwohl ich mit der Petersilienwurzel ein großartiges Wintergemüse entdeckt habe und obwohl mein Haus- und Hofschlachter seinen Hühnerbrustumsatz auf ein Maximum steigern konnte. Die schönen warmen, weichen Soßen verlocken auf dem heimischen Wintersofa genauso wie die Telefonnummer des Pizzaservices.

Nun tänzele ich also mehr oder weniger graziös um die 95 Kilo herum und frage mich, wie ich mal in aller Kürze fast 20 Kilo abnehmen konnte und warum die letzten 5 Kilo nun so unendlich schwer fallen. Sind es die fehlenden Treffen? Sicherlich ein Grund. Ist es der hektische Alltag? Bestimmt. Und dann ist da noch Dirk. Der arme Kleine hat sich zwar verlaufen, aber ganz ohne Schimpfe kann ich ihn nicht davon lassen. Schlimm, wenn die lieben Kleinen sich derart wichtig nehmen müssen und immer im Mittelpunkt stehen müssen. Ich setze also noch einen drauf auf den Spruch des unbekannten Facebookers und stelle bestürzt fest:

Der Winter leidet unter ADHS !

Ich nicht, sonst würde ich mich hier viel öfter äußern. Aber wahrlich, ich sage Euch: Wenn ich erstmal in den Achtzigern angekommen bin, dann könnt Ihr hier die neue deutsche Welle erleben…

Heißer Tipp Nr. 10

+++ Sich selbst beschimpfen +++

Ich stand nach meinem Sieben-Kilo-Rückfall auf der Unerbittlichen und konnte mich ob der innenarchitektonisch gelungenen Anordnung meiner Bad-Features dabei im Spiegel sehen. Ich grinste dümmlich. Das regte mich nur noch mehr auf. Also pflaumte ich mich erst einmal an, wie bescheuert ich doch die letzten sechs Monate gewesen sei. Zuerst kam ich mir dabei tatsächlich immer noch dümmlich vor, doch dann steigerte ich mich in die Motzerei rein und machte mich dermaßen rund, dass ich mir selbst glaubte. Eingeschüchtert von mir selbst, stieg ich von der Unerbittlichen direkt in meine Laufschuhe und rannte los. Das erste Mal seit einem halben Jahr. Junge Junge, ich habe mir ganz schön Respekt eingefößt.

Heißer Tipp Nr. 9

+++ Zunehmen +++

In den letzten vier Wochen verlor ich drei Kilo. Warum? Weil ich vorher seit September sieben Kilo zugelegt hatte.
Die Wut darüber war der Inititator eines neuen Ehrgeizes, der mich wieder durchstarten ließ. So paradox also dieser Tipp klingt – es ist etwas Wahres dran. Soll heißen: Wenn die Unerbittliche mal wieder ein sattes Plus anzeigt und der Schweinehund übellaunig knurrt, dann sagt Euch: Jetzt erst recht! Soll alles umsonst gewesen sein? Und was schnell drauf ging, geht auch ebenso schnell wieder runter.

Sagt der Richtige…

Lieber genießen – Im Zeichen der Schnecke

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Nur mal so ganz zwischendurch. Ich hatte die Ehre, für „NummerSicher“, das Magazin der Basler Versicherungen einen Artikel schreiben zu dürfen.
Heute ist er veröffentlicht worden. Interesse? Dann einfach hier klicken
Oder auch in meinem anderen Blog: hier!

Und noch etwas gibt es zu berichten:

ICH BIN WIEDER DABEI !!!

Zwar nicht mit Treffen und allem drum und dran. Aber online. Und diesmal auch mit Sattmachern. Und mit Erfolg. Und was war Schuld? Der Uhu, der olle. Er hatte mich kurzfristig verlassen, da brach der Ehrgeiz aus dem Unterholz. Und nun zeigt die Unerhörte (kennt ihr sie noch?) eine etwas freundlichere 96. Mein Kühlschrank ist voller guter Sachen. Und Freund Frühling soll ja am Wochenende auch wieder anklopfen.

Neulich gab’s Zander auf Blattspinat und Cocktailtomaten. Das war mal wieder etwas anderes nach all dem schützenden Winterfraß. Hier ein Bild:

Fich

Und? Hunger? Ja, ich auch. Deswegen fasse ich mich heute kurz, denn in der Kürze liegt das Gewürz – oder so. Was es heute gibt? Keine Ahnung. Ich frage mal beim Kühlschrankpersonal nach. Bis bald!

Lieber Lenz, zeige Dich…

Kalender

…und lass‘ die Sonne meine Bronchien erwärmen. Da gab es doch tatsächlich mal ein paar vorsichtige Vorfrühlingstage und was mache ich? Ich reise ins fröstelige Ohio und fange mir eine fiese Bronchitis ein. Aus der Geschäftsreise wurde eine Krankenfahrt. Gleich am zweiten Tag ging das Gehuste los, der US-Doc verschrieb mir Antibiotika und schickte mich ins Bett. Das ist jetzt zwei Wochen her und ich bin zwar heil zurück, aber immer noch nicht durch. Gerade schrieb mich meine Dorfärztin für weitere zwei Tage krank. Und am Donnerstag geht das Gereise wieder los. Erst Hannover, dann England.

Ich denke, da kann nur einer helfen: Mr. Superlenz. Die grüne Jahreszeit, die diesmal ganz schön unter Druck steht, denn sie wird arg von mir gefordert. Ich verlass mich einfach drauf, dass dann alles besser wird. Dann fange ich – hoffentlich – wieder an zu rennen und lasse mich bei offenem Fenster und zwitschernden Vöglein von der leichten Küche einlullen. Nachdem ich nun seit Oktober in einem Schwarzweißfoto lebe, wird es Zeit für Technicolor und Cinemascope. Nach Farbe lechzt mein Körper, nach Wärme und nach Duft. Vielleicht mache ich’s mir etwas zu leicht, einfach alles auf die Jahreszeit zu schieben und zu hoffen, dass mit dem ersten Frühlingserwachen alles wieder besser wird. Aber ich bin da tatsächlich ganz optimistisch.

In gewisser Weise bin ich aber auch dem US-Winter zu Dank verpflichtet. Er machte mich so krank, dass ich seit zwei Wochen fast nichts esse. Resultat: Ich bin wieder bei 92 Kilo angelangt. Bei meiner letzten USA-Reise im August hatte ich ja fast 7 Kilo zugenommen. Diesmal waren es minus fünf.

Und nun noch ein Kniefall vor den WW-Machern und meinen lieben Ex-Coachinnen. Ich bin jetzt schon so lange raus, dass ich noch nicht mal das 360°-System kenne. Ich habe mich heute morgen mehrfach um mich selbst gedreht und dabei nichts entdeckt. Um mich herum ist alles wie immer. Grau. Und schon bin ich wieder am Jammern. Schlimm, gell? „Männer!“, werden jetzt viele ausrufen und sich an unserer Leidensfähigkeit laben. Daher freut es mich um so mehr, dass ich bei WW immer mehr männliche Konkurrenz bekomme, die der Welt zeigt, dass auch das starke Geschlecht stark sein kann. Nicht wahr, Olli? Eier! Wir brauchen Eier! Und wie gesagt: Ich bin auch bald wieder soweit. Versprochen!

Ein Seufzer von der Coachin

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Gerade poppte auf dem Gesichtsbuch meiner Ex-Co-Coachin ein berechtigter Seufzer auf. Was ist nur aus diesem ehemals so ehrgeizigen Projekt geworden. Schwungvoll, engagiert, lustvoll, ja man möchte fast „im Herzen jung“ rufen, startete vor rund einem Jahr mein Wenigerwerden. Und es raste so rasant, dass ich es selbst kaum glauben konnte. Fast 20 – in Worten „zwanzig“ – Kilo hatte ich bis Mitte September über den fettigen Jordan weichen lassen. Ich aß perfekt, rannte wie Forest Gump durchs hügelige Allgäu, durchs heiße Bamberg und den regenstürmigen dänischen Ostseestrand entlang. Hach, was war ich stolz.

Dann kam der große Schnitt. Job- und Ortswechsel. Raus aus dem Allgäu, rein in die bayerische Landeshauptstadt. Und plötzlich gab es nur noch IHN. „ICH“ stand plötzlich nicht mehr für mein eigenes Wohl sondern für den Inneren ChweineHund. Er ist so präsent wie nie und hat sein Körbchen direkt auf meiner Wampe platziert. Und wer sagt mir nun, wie ich ihn wieder verjagen kann?

Aber wie denn auch? In München gibt es kein solch schönes und gesundes Betriebsrestaurant wie ich es gewohnt war. Statt dessen steht mal wieder der Baumarktimbiss nebenan im Mittelpunkt meiner Nahrungsaufnahme. Abends erblicke ich mein trautes Heim erst zum Vorabendprogramm wenn Dunkelheit sich über das winterliche Firmament gelegt hat. Zu spät, um aktiv zu werden. Und wenn ich nach getanem Tagwerk meinem Büro entfleuche, reicht die Neugier auf das neue Münchener WW-Center nicht aus, um den Ruf meines Sofas zu überlagern.

So tänzelt meine Masse seit Monaten um die 97 herum. Mein Stolz beschränkt sich darauf, dass ich immerhin konsequent den Uhu-Status verteidige. Anfang Dezember hatte ich mich ja wieder mal in ein nahe gelegenes Treffen getraut, aber das war nix. Die Stimmung dort ließ mich wehmütig an das Kemptener Team zurückdenken und im neuen grünen Teilnehmerbuch prangte ein Wert, der mir immer nur zubrüllte, wie weit ich von meinem alten Erfolg weg war – und bin.

Vielleicht fehlt mir die Kemptener Gesellschaft, vielleicht das liebliche Allgäu. Vielleicht ist es mir auch einfach nur zu kalt und zu eisig. Manchmal wachte ich sonnenbeschienen auf und rief „Juchhe! Blauer Himmel! Raus an die Luft, mal sehen ob ich’s noch kann…“, aber immer wieder fand ICH eine Ausrede. Vereiste Wege, vorausgesagter Nieselschnee, anstehende Hausarbeit, Bauchschmerzen, Abwaschen, Einkaufen, Wein trinken, ein Atom spalten.

Jetzt geht wieder ein Monat zu Ende. Der Februar ruft. Vielleicht auch ein wenig Frühlingshaftes? Wir werden sehen. Aber ich höre auf, hier herumzugrölen, dass es nun wieder bergauf oder besser bauchab gehen wird. Keine falschen Versprechungen. Irgendwann geht’s bestimmt wieder weiter. Aber nur ICH weiß wann. Wenn irgendjemand Lust verspürt, mir mal wieder kräftig in meine Rückseite zu treten, der ist hiermit herzlich eingeladen. Nur zu!

So, und jetzt schmor‘ ich mir eine Paprika. Habt Geduld mit mir…

Op’n Wiehnachtsmarkt giv’t för jeden wat…

tumblr_mego4w6zQ91rkpl2jo1_1280„…dor kann Mudder alles koppen und de Vadder oorntlich soopen.“

Ick bün zwor keen Vadder, aber soopen kann ick trotzdem!

Mit dieser Erinnerung an den vergangenen Donnerstagabend, begrüße ich feierlich und voller Besinnlichkeit meine liebe Leserschaft. Nach all der Zeit. Eigentlich wollte ich ja nur eine kurze Jobwechselpause einlegen, allerdings zieht sich selbige nun schon fast drei Monate hin. Aber eines gleich vorweg: Den Status des intelligenten Standvogels konnte ich erhalten und auch die mütterlichen Gaumenwonnen, die mich in der nächsten Woche erwarten, können dies kaum ändern, denn die Unerbittliche, auf die ich – besonders morgens – eigentlich total stehe, vermeldete bei unserem letzten Rendezvous gnädige 94,7 Kilo.

Den ganzen letzten Absatz über wart Ihr, liebe Leser, nicht ganz bei der Sache, richtig? Was meinte der denn mit vergangenem Donnerstagabend? Nun erzähle er schon! Na gut.

Weihnachtsmarkt war. Mit einem Stapel Kollegen an der Münchener Freiheit. Ein schöner Markt mit Künstlern, Band und phantasievollen Getränken. Bei letzteren war ich konservativ und hielt mich an das althergebrachte dunkelrote Würzgetränk mit Schuss. Die Stimmung war fröhlich und international. Die vorherrschende Sprache war Englisch, zu späterer Stunde erfanden wir einen neuen Dialekt, der von Rauschlauten und unnützen Wiederholungen geprägt war. Auf dem Homeway did ich mich dann misrunning und got lost in Minga. From Sendlinger Door to Bacchus, oder wie der Platz mit dem Brunnen heißt. Aber ich found die right S-Bahn and arrived sicher at Ottenhofen. Underway askte ich immer wieder after dem way und erkannte later, dass I das opensightly komplett in Inglisch tat.

Ja so war das. Ein wirklich gelungener Abend. Heute bin ich nun wieder in meiner nordischen Heimat und freue mich auf die nächsten, verfressenen Tage. Letztes Jahr führte diese Woche dazu, dass ich mich einen Monat später bei WW anmeldete. Dieses Jahr hoffe ich, dass diese Woche dazu führen wird, dass ich mich spätestens einen Monat später wieder bei WW blicken lasse. Aber erstmal kommt das Standardprogramm: Fondue am Hillig Obend und Gans am ersten Wiehnachtsdoog. Ich freu‘ mich und erlaube mir gerade soviel, dass ich Uhu bleibe, und das schaffe ich locker.

In München hat ja am Nikolausi eines der raren WW-Center aufgemacht. Aufgrund von Faulheit, Stress und Wintereinbruch war ich noch nicht dort, bin aber sehr gespannt, was mich dort erwartet. Noch hänge ich komplett hinterher und habe beispielsweise nicht die geringste Ahnung von der großen Neuerung, die sich die Düsseldorfer Forscher für ihre Jünger ausgedacht haben. Ich lass mich überraschen. So wie morgen!

Liebe Leute, ich wünsche ich Euch allen unheimlich gemütliche Weihnachten und einen sicheren Rutsch in ein gesundes 2013. Oder sogar in eine neues Zeitalter, wie es die Maya ja in ihren Kalendern ja eingetragen hatten.

Lasst uns froh und munter sein! Ho Ho Ho!

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