…und lass‘ die Sonne meine Bronchien erwärmen. Da gab es doch tatsächlich mal ein paar vorsichtige Vorfrühlingstage und was mache ich? Ich reise ins fröstelige Ohio und fange mir eine fiese Bronchitis ein. Aus der Geschäftsreise wurde eine Krankenfahrt. Gleich am zweiten Tag ging das Gehuste los, der US-Doc verschrieb mir Antibiotika und schickte mich ins Bett. Das ist jetzt zwei Wochen her und ich bin zwar heil zurück, aber immer noch nicht durch. Gerade schrieb mich meine Dorfärztin für weitere zwei Tage krank. Und am Donnerstag geht das Gereise wieder los. Erst Hannover, dann England.
Ich denke, da kann nur einer helfen: Mr. Superlenz. Die grüne Jahreszeit, die diesmal ganz schön unter Druck steht, denn sie wird arg von mir gefordert. Ich verlass mich einfach drauf, dass dann alles besser wird. Dann fange ich – hoffentlich – wieder an zu rennen und lasse mich bei offenem Fenster und zwitschernden Vöglein von der leichten Küche einlullen. Nachdem ich nun seit Oktober in einem Schwarzweißfoto lebe, wird es Zeit für Technicolor und Cinemascope. Nach Farbe lechzt mein Körper, nach Wärme und nach Duft. Vielleicht mache ich’s mir etwas zu leicht, einfach alles auf die Jahreszeit zu schieben und zu hoffen, dass mit dem ersten Frühlingserwachen alles wieder besser wird. Aber ich bin da tatsächlich ganz optimistisch.
In gewisser Weise bin ich aber auch dem US-Winter zu Dank verpflichtet. Er machte mich so krank, dass ich seit zwei Wochen fast nichts esse. Resultat: Ich bin wieder bei 92 Kilo angelangt. Bei meiner letzten USA-Reise im August hatte ich ja fast 7 Kilo zugenommen. Diesmal waren es minus fünf.
Und nun noch ein Kniefall vor den WW-Machern und meinen lieben Ex-Coachinnen. Ich bin jetzt schon so lange raus, dass ich noch nicht mal das 360°-System kenne. Ich habe mich heute morgen mehrfach um mich selbst gedreht und dabei nichts entdeckt. Um mich herum ist alles wie immer. Grau. Und schon bin ich wieder am Jammern. Schlimm, gell? „Männer!“, werden jetzt viele ausrufen und sich an unserer Leidensfähigkeit laben. Daher freut es mich um so mehr, dass ich bei WW immer mehr männliche Konkurrenz bekomme, die der Welt zeigt, dass auch das starke Geschlecht stark sein kann. Nicht wahr, Olli? Eier! Wir brauchen Eier! Und wie gesagt: Ich bin auch bald wieder soweit. Versprochen!
