Surf’n’Turf mit Gagack

Eigentlich hatte ich nicht vor, jedes einzelne Rezept hier im Blog zu veröffentlichen. Aber das, was ich mir gerade einverleibte, bedarf einer weitreichenden Kommunikation.

Ich füllte meinen Dampfgarer mit Wasser und bestückte ihn wie folgt:

Unteres Fach: 250 gr. Hähnchenbrustfilet
Mittleres Fach: 225 Garnelen (Bio-Garnelen von ALDI Süd)
Oberes Fach: 4 klein geschnittene Tomaten, 1 Stange Lauch in Ringe geschnitten
Aromaverstärker: frischer Basilikum, klein gehackt

Nach 30 Minuten piepte der wohlriechende Apparat, um mir mitzuteilen, dass alles fertig sei.

Das Fleisch warmgestellt, den Rest mit 2 TL Olivenöl in eine Pfanne.

Parallel dazu einen halben Beutel WeightWatchers Crème-Fraîche-Sauce zubereitet und dann mit in die Pfanne gegeben. Mit 1 EL scharfem Tomatenmark (Rio d’Oro) und 1 EL Ketchup (Heinz) verfeinert und mit BlockHouse „Grünem Knoblauch-Pfeffer“ und Fleur de Sel gewürzt.

Den Pfanneninhalt auf einen Teller gegeben und die Hähnchenfilets oben drauf drapiert. Mit etwas Schuhbeck’s Scampigewürz garniert.

Leider gibt es kein Foto, da ich sofort losfraß. Bilanz: 18 Punkte. Da konnte ich mir noch ein Gläschen Rosé dazu einschenken. Welch schöner Abend. Ready for Tatort!

Volldampf voraus!

Meine neue Errungenschaft ist heute eingetroffen. Ein formschöner Dampfgarer ziert nun meine überfüllte Küchenarbeitsfläche. Ein erster Test bestätigte die Richtigkeit dieser Kaufentscheidung. Ich würde heute schon eher die Kaffeemaschine opfern als das Dingens hier wieder abzugeben.

– Ausgepackt, vorgereinigt, aufgestellt und angeschlossen.
– 2 gelbe Paprika zerlegt
– 3 Kartoffeln gewürfelt
– 2 aufgetaute Lachsfilets abgetupft
– Lachs unten, Kartoffeln mitte, Paprika oben
– Auf 25 Minuten eingestellt
– Alles auf einen Teller gehäuft
– 1/2 Beutel WW-Sauce Hollandaise dazu

Wat lecker! Kein Fett, kein Salz, nur durch Herbes de Provence aromatisierter Dampf. Denn das Gerät hat einen Einsatz für Kräuter, durch den der Dampf gepresst wird. Und das riecht und schmeckt man.

Ich gebe hiermit völlig unwerblich eine Kaufentscheidung für alle WW-Jünger ab.

Hier noch die Foto-Love-Story:

Vorher
Alles ist bereit – es kann losgehen

Während
Volldampf voraus!

Fertig
Genuss ohne Fett und Salz. Ngudn!

Tag der Abrechnung

Aufgeregt stand ich am Dienstag vor der unerbittlichen WW-Waage. Einen Tag vorher zur selben Zeit hatte ich mich zu Hause gewogen und freute mich nun auf 2,2 kg Abnahme. Stolz grinsend erklomm ich das Präzisionsinstrument. Doch o Weh, Ach und Pein: Das Teufelsding bescherte mir lediglich ein Minus von 1,3 kg. Jetzt weiß ich, warum man sich zwischen den Treffen nicht wiegen soll. Ich dachte nach: Ich hatte mir mittags ein halbes rösches Hähnchen gegönnt und anstatt Pommes ein paar Kartoffeln und einen Riesenberg Erbsen gewählt. Übrigens auch so ein typischer Anfängerbockmist. Meine Gedanken: Erbsen – grün – Gemüse – 0 Punkte. Die Realität: Erbsen – grün – Gemüse – Punkte. Aber nicht viel. Ging also. Alles lag brav im Budget. Aber der Goggl war noch in mir. Und wog, was er eben so wiegt. War das der Grund für das geringe Minus auf der Waage? Vielleicht. Nächste Woche lasse ich mich überraschen.

Aber nun mal klar heraus:
1,3 kg in einer Woche sind doch nun wirklich auch etwas, oder???

Für die Buchführer: Gewicht 110,6 kg – Budget: 50 ProPoints

Zu Gast bei Freunden

Tisch

Ich war eingeladen. Zum Essen. Normalerweise der Horror eines jeden WW-Jüngers. Ogottogott, wie halte ich da nur mein Punktebudget ein. Aber in diesem Fall war alles anders. Eingeladen hatte mich eine Kollegin, durch deren eigene WW-Erfolge angespornt ich mir den letzten Tritt Richtung Punktezählen in den Allerwertesten stampfte. Das müsst Ihr mir rein anatomisch erstmal nachmachen. Jedenfalls bekam Sie deshalb ein Buch von WW – fürs Freundewerben.

Gute Menschen erkennt man daran, dass sie Ihre Dankbarkeit zeigen. Glückliche Menschen erkennt man daran, dass sie von der Dankbarkeit der Guten betroffen sind. Ich war so einer. Und so konnte der Abend beginnen. Ein festliches Dreigängemenu nach Rezepten aus besagtem Buche wartete auf seine Verspeisung. So saß ich dann im Kreise dieser glücklichen kleinen Familie (naja, der kleine vierjährige Surferboy ließ sich nur kurz aufgrund seiner kindgerechten Bauchschmerzen bei den Großen blicken und genoss ansonsten den Schlaf der Gerechten) am wunderschön gedeckten Tisch und konnte den Aufwand kaum fassen. Schön, wenn erfolgreiche WW-Absolventinnen gerne kochen. Ich zollte dem Gatten meinen Respekt, dass er täglich in dieser glücklichen Lage ist. Und es ging los:

Aperitiv:
Prosecco, 250 ml – 3 Punkte

Vorspeise:
Proseccosuppe mit Räucherlachs – 4 Punkte
Suppe

Hauptspeise:
Schweinemedaillons mit Rahmsauce und Kräuterseitlingen,
dazu Kartoffeln und ein frischer Salat – 8 Punkte
Fleisch

Dessert:
Chocolate Brownies de Luxe (mit Birnen!) – 3 Punkte
So lecker, dass keine Zeit für ein Foto blieb.

Wein:
Dornfelder Spätburgunder, 250 ml – 5 Punkte

Und zum Abschluss George Clooney’s Ristretto – 0 Punkte

Das klingt nicht nur gut, das war es auch. Ein solches Rundum-Glücklich-Paket für nur 23 Punkte. Unfassbar. Unfassbar lecker. Was? Ja naja, zugegeben, aufgrund meiner gierigen Nachschlagswünsche wurden es dann doch noch 34. Aber bei meinem Budget darf ich das ja. Noch.

Tausend Dank und ein kräftiges Hoch auf die Gastgeberin !!!

Magische Tomaten?

Heute griff ich mir die große WW-Kochschule und schlug die wunderbare Tomatensuppe auf. Statt frische Tomaten zu verwenden wollte ich es mir einfacher machen und Dosentomaten verarbeiten. Ich fand in meiner Speisekammer das folgende Produkt:

ORO di Parma, Tomaten, stückig, mit Basilikum
Doseninhalt: 400 Gramm

Nährwertangaben für 100 gr.:
– Eiweiß: 1,3 gr.
– Kohlenhydrate: 3,5 gr.
– Fett: 0,3 gr.

Mit dem WW-Calculator ergibt sich für die ganze Dose ein Wert von 2 ProPoints. Aha, wahrscheinlich wegen dem Zucker, der bei den Zutaten angegeben ist.

Ich suchte das Produkt online im WW-Assistent, wurde fündig, wählte 400 gr. aus und … 0 (in Worten: null) ProPoints. Was nun???

Zur Verdeutlichung hier ein entsprechender Screenshot, der die Verwirrung perfekt macht:

OroDiParma

Aber davon abgesehen. Die Suppe war grandios!

Schön, dass wir gesprochen haben

Mit erheblicher Verspätung möchte ich nun vom Schicksalsdienstag, meinem ersten WW-Treffen, berichten. Gerade mal drei Tage nach dem Schnuppertag betrat ich wieder das Zentrum des Wenigerwerdens. Alles sah aus wie am Sonnabend. Nur mehr Stühle und kein Naschereienbuffet. Und was mich erheblich überraschte: Der Raum war voller Leute. Im Halbkreis um die „Coachingzone“ waren mehrere Sitzreihen aufgebaut. Ich hatte eigentlich vor, mich an meinem ersten Tag in die letzte Reihe zu verkrümeln und mich unsichtbar zu machen. Aber das wollten andere auch, und da ich spät dran war, saß ich da, wo ich mich in einem guten Konzert pudelwohl gefühlt hätte: Parkett, zweite Reihe Mitte.

Aber bevor ich mich auf meinen Vorzugsplatz lümmeln konnte, kam als erstes der Moment der Wahrheit. Die Waage, die unerbittliche. Für mich nicht weiter beunruhigend. Nach drei Tagen kann ja nicht so viel passiert sein. Und? Und? Was ist denn nun? 800 Gramm! Immerhin.

Dann begann das Treffen, und ich muss sagen, dass ich mir das alles ganz anders vorgestellt hatte. Ich hatte erwartet, dass ein paar dicke, verschämte Leute im Kreis sitzen und einen auf Selbsthilfegruppe machen. „Ich finde es echt knorke, dass wir darüber mal so richtig cool gesprochen haben.“ Weit gefehlt: Die Coachin hat ihre Bezeichnung absolut verdient. Ich habe in meinem Beruf schon sehr viele Redner, Trainer und Referenten erlebt oder erleben müssen. Was sie hier jedoch abzog, war uneinholbar. Wie ein Fußballtrainer seine Mannschaft vorm Spiel einschwört, so sprang der Funke von ihr auf die Zuhörer über. Und diese machten mit. Während die Motivatorin erklärt, stellt sie im Sekundentakt Fragen. Kein trockener Vortrag, sondern der perfekt gelebte Dialog. Und plötzlich hörte ich überrascht, wie ich selbst in den Kanon mit einstimmte, Fragen stellte, von meinen ersten Erlebnissen berichtete.

Anfangs ging es um die guten Vorsätze des neuen Jahres, die Umfragen zufolge zu siebzig Prozent nicht umgesetzt werden, und damit verbunden um das „magische Dreieck“ aus Wollen, Wissen und Tun. Danach wurden Ziele definiert. Individuelle Ziele. Dabei ging es auch um die kleinen Belohnungen für erreichte Zwischenziele: ein Papierstern zum Einkleben ins Tagebuch für drei Kilogramm Abnahme, ein Maßband für eine Gesamtabnahme von fünf Prozent des Startgewichtes und so weiter. Darüber musste ich schmunzeln. Doch ich sollte mich noch wundern. Denn dann kam die Frage „Sind Sie mit Ihrer letzten Woche zufrieden oder sogar stolz darauf?“ Durch kleine lächelnde Impulse angeregt, plauderten die Teilnehmer über ihre Erfolge. Niemand muss über Misserfolge sprechen, nur wenn er es will. Und die Teilnehmer konnten Erfolge vorweisen. Und sie wurden belohnt. Mit Papiersternen, Maßbändern und – na Ihr wisst schon – mit all diesen kleinen Schmunzelobjekten. Ich dachte nicht, dass man sich über einen Papierstern derart freuen kann. Aber ich wurde neidisch. Ein guter Neid. Ich wurde motiviert. Und genau das ist der Sinn der Treffen. Während die Erfolgreichen ihren tosenden Applaus genossen, sah ich mich schon an ihrer Stelle. Das schaff‘ ich auch!

Natürlich kann und will ich nicht verheimlichen, dass WW auch zeigt, dass ein profitgetriebenes Unternehmen dahinter steht. Der kleine Hinweis auf die spezielle WW-Küchenwaage, die gerade im Angebot ist, die Zuhilfenahme von Büchern, die man natürlich auch kaufen kann. Dezente Hinweise auf Produkte aus dem Lebensmittelsortiment von WW. Aber ich hätte mich auch gewundert, wenn dem nicht so gewesen wäre. Zur Ehrenrettung sei zudem angemerkt, dass das sehr gemäßigt vonstatten ging. Obwohl ich natürlich wieder zugriff. An den Chocolate Peanut Dream-Riegeln kann ich nicht vorbei.

Tja, und dann war der Spuk auch schon wieder vorbei. Ich unterhielt mich noch kurz mit einem anderen Mitglied der in diesem Biotop extrem seltenen Spezies Mann. Er war seit zwei Wochen dabei und hatte heute seinen ersten Stern bekommen. Drei Kilo in zwei Wochen. Ich verabschiedete mich, stieg in mein Auto, fuhr nach Hause, erklomm mein Rudergerät, leistete dreihundert Schläge, kochte gesund, aß wenig und schlief nüchtern und schnell ein. Dienstag geht’s weiter. Ich will den Applaus. Ich will einen kleinen gelben sternförmigen Papierschnipsel. Ich will Erfolg. Amen!

Übrigens: Meine Waage zeigte heute 108,3 kg. Nackich. Zzgl. Kleidung tippe ich für Dienstag auf 110. Und ich bin verdammt satt. Ich bin übrigens für jedes Feedback dankbar, sei es hier im Blog oder auf Twitter (@Garlaban). Feuert mich ruhig an, fragt mich aus. Damit ich weiß, dass ich nicht alleine bin.

Kann das richtig sein?

IMG00134-20120122-1701
Zutaten für mein heutiges Abendessen

Der erste bewusste WW-Tag zeigt eine sehr positive Bilanz. 31 verbrauchte Punkte, 2 durch Rudern verdient, Rest 20. Es bleibt jedoch ein schaler Nachgeschmack. Nicht weil mein abendliches Gulasch nicht geschmeckt hat, sondern weil die Art, wie ich mich heute vollgestopft habe, eigentlich nicht zielführend sein kann. Aber lest selbst.

Frühstück:
Wegen Langschläferei ausgefallen

Mittag:
– 2 Scheiben Vollkornbrot mit verschiedenen Frischkäsesorten
– 1 Apfel
– Mineralwasser
– Summe: 10 Punkte

So weit so gut, aber jetzt kommt’s.

Abendessen:
– Krautgulasch bestehend aus 350gr. Rindfleisch, 400gr. Kartoffen, 400gr. Sauerkraut, 1 Paprikaschote
– Zusätze: 1 Zwiebel, 1 EL Tomatenmark, 1 TL Rapsöl, 1 TL brauner Zucker, 1 EL Ketchup
– Mineralwasser
– Summe: 21 Punkte

Das Abendessen wog also insgesamt weit mehr als ein Kilo. Ich war satt. Sehr satt. Ich frage mich nur, ob diese Massen wirklich fürs Abspecken dienlich sind. Und ich dürfte ja heute noch 20(!) Punkte vertilgen. Ich überlege, ob ich mir jetzt noch eine spätabendliche Flasche Wein gönne, denn 200ml haben 5 Punkte. Das käme dann genau hin.

Nein, ich denke ich muss beim nächsten Treffen mal nachfragen. Oder?

Gestatten, mein Name ist Watcher. Weight Watcher

WW_Start

22.01.2012 – 112,2 kg – Budget: 51

So!

Es ist soweit. Ich gehöre dazu. Heute morgen gleich nach dem Aufwachen, fiel mir auf meinem porzellanenem Lesesitz der Flyer eines Ernährungskonzeptes in die Hand, das meine freundliche Apothekerin mir vor einiger Zeit empfohlen hatte. LOGI-Methode heißt das Konzept verheißungsvoll. Was ich las, erinnerte mich an meinen ersten WeightWatchers-Versuch. Ich hatte damals schon recht nette Erfolge erzielt, jedoch warf ich bei der ersten Stagnationsphase das Handtuch.

LOGI scheuchte mich also heute ins Internet, um nach dessen „Wettbewerber“ WeightWatchers zu forschen. Diese Tipperei wühlt mich auf. Ich bitte um Verständnis, dass ich WeightWatchers ab sofort nur noch als WW bezeichne. Historiker mögen mir das verzeihen. Wo war ich? Ach ja. Ich klamüserte mich also durch die WW-Website, stieß auf die Filiale in meiner Stadt und merkte auf, als dort ein Kennenlerntag angekündigt wurde. Ein Blick auf das Datum. „Huch, das ist ja schon heute!“ Kurz entschlossen den sonnabendlichen Körperschmuddel hinfortgeschrubbt und los ging’s. Ist nicht weit.

Ich trat ein in ein schlichtes Ladengeschäft, zentral aber doch etwas abseits gelegen. Der Raum war erfüllt von Informationen. Plakate, Bücher, Flyer, Tabellen und am Infostand – die berüchtigte Waage. Sieht viel harmloser aus, als sie in meinen Träumen erschien. Rund zehn Menschen waren im Raum. Drei WW’ler, der Rest Interessenten. Ein Ehepaar mittleren Alters, eine ältere mit einer jüngeren Frau – vielleicht Mutter und Tocher. Vielleicht Nichte und Tante. Vielleicht auch nicht. Sofort kam eine sympathisch lächelnde Mittvierzigerin auf mich zu. Ich habe jetzt, wo ich das hier schreibe große Angst. Denn ich bin unheimlich schlecht im Schätzen von Frauenaltern. Und wer schlecht im Schätzen von Frauenaltern ist, weiß, wie glitschig Fettnäpchen sind. Ich hoffe also, dass ich richtig liege, ansonsten werde ich’s flugs korrigieren. Wo war ich? Ach ja. Sie kam auf mich zu und begrüßte mich mit den Worten „Schön, dass Sie sich hierher getraut haben.“ Ein geübter aber guter Einstieg. Das Eis musste nicht brechen, es war gar nicht erst da. Nach kurzer Wartezeit folgte eine kurze Einführung in das WW-Konzept. Nicht neu für mich, aber trotzdem interessant. An alle Einzelgänger mit Gruppophobie: Die Stimmung war wirklich angenehm. Schließlich hatten alle Anwesende das selbe Problem und das selbe Ziel. Kein Grund also, sich zu scheuen. Hat gar nicht wehgetan.

Da ich mich schon vorab eingehend informiert hatte, brauchte die Coachin nicht lange, um mich zu überzeugen. Ich war bereit. „Wo soll ich unterschreiben?“ Ich wurde ohne viel Aufhebens Abonnent bei Zursahne, die mich ab Dienstag nun zum Wenigerwerden animieren soll. Ich habe vollstes Vertrauen. Oh, habe ich gerade ihren Vornamen falsch geschrieben? Pardon. Susanne. Es ist der Hunger. Ich hatte heute abend nur ein WW-Menu. Ob ich satt bin? Puh! Wo war ich? Ach ja. Ich traf also eine Entscheidung. Ob diese folgenschwer war, wird sich zeigen.

Kurz zum WW-Konzept. Im Schnelldurchlauf: Die ProPoints berechnen sich aus Eiweiß-, Fett-, Kohlehydrat- und Ballaststoffgehalt. Man erhält ein Tagespunktebudget. Dazu unüberlistbare Listen, aus denen die Punkte für nahezu jedes Lebensmittel ablesbar sind. Und passende Rezepte. Man darf auch sogenannte Sattmachertage veranstalten. Hier wird nicht gezählt, sondern die Zutaten zählen. Nur bestimmte Nahrungsmittel sind zugelassen, von denen dann aber dafür so viel man will. Bei den Treffen wird abgerechnet. Die Waage ist unerbittlich. Nimmt man ab, gibt’s Geschenke (vom goldenen Sternchen über Schlüsselanhänger bis hin zur GoldCard. Letztere gibt es aber erst, wenn man sein vorher festgelegtes Wunschgewicht erreicht und eine geraume Zeit gehalten hat. Monetäre Boni gibt es nicht. Susannes Nachname führt hier deutlich in die Irre. Übrigens kaue ich gerade auf einem 2-Punkte-WW-Riegel herum. Chocolate Peanut Dream. Teuer und untraumhaft. Aber naja. Wo war ich? Ach ja. Wenn es Geschenke gibt, ist immer auch ein Haken dabei. Der WW-Haken geht aber in Ordnung. Denn das Tagespunktebudget wird ständig angepasst. Wer leichter wird, dem werden die Rationen gestrichen.

So, und jetzt mein Outing: 190 cm, 112,2 kg, 43 Jahre, männlich – Budget: 51 Punkte. Hier zeigte sich selbst das erfahrene WW-Personal vor Neid erblasst. Die attraktive, schlanke Assistentin flüsterte mir ihr Budget ins Ohr, worauf ich erschrocken „Oh, da darf ich ja doppelt so viel fressen!“ ausrief, womit ich mir einen missbilligenden Blick einfing. Aber sie hat Recht, denn ich könnte auch so:

McDonald’s 51er-Tag:

Morgens:
– McMuffin Bacon & Eggs (9)
– 250 ml Orangensaft (3)
– 250 ml Cappuccino (2)
– Fruchttüte (0)

Mittags:
– 1955-Burger (19)
– kleine Pommes, 80 gr (7)
– Ketchup(1)
– Gartensalat mit Caear Dressing (1)
– 500 ml Coca-Cola light (0)

Abends:
– Chicken McNuggets, 6er (7)
– Barbecue-Sauce (1)
– Curry-Sauce (1)
– 500 ml Mineralwasser (0)

So nehme ich ab??? Aber so ist das wohl nicht gemeint. Oder? Ich werde die Coachin fragen und dann berichten.

So, das ist also die Ausgangslage. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen und Monate passiert. Mein Start war teuer. Da ich jemand bin, der immer gleich das Rundum-Sorglos-Paket will, ließ ich über hundert Euro bei WW. Der Monatspass incl. aller Sitzungen und Online-Tools kostet knapp 40 Euro. Dann noch Einkaufs- und Restaurantführer, Tagebuch, drei Kochbücher und den Punkte-Kalkulator.

Ich werde hier in diesem Blog meinen Leidensweg (oder wird es tatsächlich ein Siegesmarsch?) niederschreiben und meine Erfahrungen, Kämpfe und Launen mit Euch teilen. Mal sehen, ob WW mich am Ende verklagt, verflucht oder mir einen Millionenbetrag als Dankeschön überweist. Wird spannend! Wo war ich? Ach ja. Am Ende.