Nein nein nein! Ich habe noch nicht meine Sport-Blockade lösen können. Naja, mein Ruderporsche ist immerhin noch täglich für lächerliche fünfzehn Minuten gefordert. Nein, was die Überschrift besingt, ist nicht etwa die Dynamik meiner täglichen Situps und Kniebeugen sondern die Fieberkurve meines Gewichtes.
Denn letzten Dienstag war es endlich so weit: Mein erster herber Rückschlag. Alle saßen lächelnd im Kreis und nahmen rot vor Stolz ihre Auszeichnungen entgegen. Ich hingegen saß still und ungesprächig da und lauschte dem Vortrag – ausgerechnet über vegetarische Ernährung – nur mit halbem Hirn. Die andere Hälfte bearbeitete die Vergangenheit. 800 Gramm Zunahme! Wie konnte das nur passieren? Ich zergrübelte jeden einzelnen Tag der letzten Woche. Wo lag der Fehler? Bei der Whiskymesse (s. auch Bericht in meinem anderen Blog)? Nein, alles in allem hatte ich unter Zuhilfenahme des Wochenextras trotzdem diesen Tag gemeistert, ganz im Gegenteil: Am nächsten Morgen zeigte die Waage sogar ein Traumergebnis. Nein, ich fand die Sünde nicht, die zu diesem Debakel geführt hat.
Demotivation? Schuldgefühle? Aufgeben? Erstaunlich, was ein paar Gramm ausrichten können, wenn man gerade mitten in der Erleuchtungsphase von der Realität eingeholt wird. Aber nein, statt dessen krallte ich mir die Beraterin und quetschte ihr Wissen aus ihr heraus. Aha! Zu wenig gegessen. Sieh mal an. Ich habe mein Punktebudget nicht aufgebraucht. Dadurch habe mein Körper auf Hunger, Entzug und Katastrophe umgeschaltet und nutze nun die wenige zugeführte Energie viel effizienter. Also: Budget einhalten. Schön. Abends zwei Schokoriegel und’n schönes kühles Bierchen. „FREEZE!“ schien mir das Gesicht der Beraterin zuzubrüllen, so dass ich fast meine Hände zur Ergebung hoch nahm. So natürlich nicht. Statt dessen soll ich Fruchtsäfte schlabbern, statt fettreduzierten Produkten lieber die „guten“ benutzen, Nüsse kauen, feines Olivenöl verwenden, mein Knäckebrot leicht buttern und meinen Tee mit Honig süßen. Also doch kein lukullisches Upgrade. Aber auch schön. Dann schmeckt’s wenigstens besser.
Am nächsten Tag zeigte die Waage wieder 1,2 kg weniger. Ich hatte wohl doch nur das Mittagessen mitgewogen. Naja, schaden kann’s nicht. Ich habe gemerkt, dass es auch rückwärts gehen kann und damit meinem inneren Schweinehund das Fell versohlt.
Und alle Welt wartet nun auf den nächsten Dienstag. Dann werde ich mir mittags nur ein Minzblättchen einverleiben, zum Friseur gehen und keine Socken und Unterwäsche tragen. Dann klappt’s auch mit dem Wunschgewicht.

So hab ich das auch immer gemacht- am Ende stand ich im Bikini beim Treffen 🙂
Nein- nicht ganz… aber immer kurz davor
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Eigentlich müssten jetzt, wo das Wetter wärmer wird, ja
die WW-Abnahmestatistiken rasant ansteigen. Itsy bitsy teeny weeny Honolulu…
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